von Jörg Bernhard
Sorgen um die Finanzprobleme Spaniens und eine geringer als erwartet ausgefallene Zahl von Baustarts bei US-Eigenheimen drückten an den Energiemärkten auf die Stimmung der Akteure. Erschwerend kommt hinzu, dass der seit Ende Juni intakte Aufwärtstrendkanal nach unten durchbrochen wurde. Eine weitere Verkaufswelle könnte die Charttechnik signifikant eintrüben. Um 16.00 Uhr (Verkäufe bestehender US-Eigenheime) und 16.30 Uhr (EIA-Wochenbericht) könnte es – je nach Tenor der jeweiligen Daten – nochmals hektisch werden. Der Hochfrequenzhandel könnte dann eine ähnlich starke Reaktion wie am Montag auslösen.
Am Mittwochnachmittag präsentierte sich der Ölpreis mit nachgebenden Notierungen. Bis gegen 15.00 Uhr (MESZ) ermäßigte sich der nächstfällige WTI-Kontrakt (Oktober) um 0,66 auf 94,63 Dollar, während sein Pendant auf Brent (November) um 1,39 auf 110,64 Dollar zurückfiel.
Gold: Die Luft wird dünner
Schneller als erwartet kam bei Gold nach leichten Gewinnmitnahmen wieder Kaufinteresse auf. Im Bereich von 1.775 Dollar haben sich nun allerdings markante charttechnische Widerstände aufgebaut. Als besonders schwieriges Unterfangen dürfte sich ein Überwinden der Marke von 1.800 Dollar erweisen. Im November 2011 und im Februar 2012 war hier „Endstation“. Eine stark überkaufte Situation zeigt auch der Timingindikator Relative-Stärke-Index an. Mit fast 80 Prozent scheint Gold derzeit eindeutig überkauft zu sein. Angesichts der anstehenden Stützungsaktionen durch die EZB, die Fed und die japanische Notenbank mag man sich nicht so recht vorstellen, warum Papiergeld in der Anlegergunst steigen und das gelbe Edelmetall an Attraktivität verlieren sollte. Abgesehen von kleineren Korrekturen sehen die langfristigen Perspektiven des Goldpreises daher glänzend aus.
Am Mittwochnachmittag präsentierte sich der Goldpreis mit stabilen Notierungen. Bis gegen 15.00 Uhr (MESZ) verteuerte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Gold (Dezember) um 2,20 auf 1.773,40 Dollar pro Feinunze.
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