von Jörg Bernhard
Die US-Sorte WTI bewegt sich derzeit gefährlich in der Nähe einer markanten Unterstützungszone. Diese verläuft im Bereich von 85 Dollar. Im Juni sackte der Future für kurze Zeit darunter. Sollte Fed-Chef Ben Bernanke die Hoffnungen der Investoren auf anstehende geldpolitische Lockerungsmaßnahmen enttäuschen, würde ein Test des alten Jahreshochs bei 80 Dollar drohen.
Die heutige Opec-Sitzung in Wien schaffte es nicht, dem Ölpreis neue Impulse zu verleihen. Etwas munterer könnte sich der Handel nach dem Wochenbericht der EIA (16.30 Uhr) entwickeln. Laut einer Bloomberg-Umfrage unter Analysten wird zwar mit einem Lagerrückgang um 2,5 Millionen Barrel gerechnet, der gestrige Wochenbericht des Branchenverbands API lieferte allerdings ein konträres Bild. Mit plus 4,27 Millionen Barrel gab es nämlich den stärksten Lagerzuwachs seit August zu vermelden.
Am Mittwochnachmittag präsentierte sich der Ölpreis mit erholten Notierungen. Bis gegen 15.00 Uhr (MEZ) verteuerte sich der nächstfällige WTI-Kontrakt um 0,47 auf 86,26 Dollar, während sein Pendant auf Brent um 1,09 auf 109,10 Dollar anzog.
Gold: Vorfreude auf Fed-Sitzung
An den Goldmärkten herrscht vor den anstehenden Veröffentlichungen der US-Notenbank Fed gespannte Ruhe. An der Inflationsfront ist es ebenfalls ruhig. So wurde für Deutschland eine Inflationsrate von 1,9 Prozent und für Frankreich eine noch geringere Teuerung in Höhe von 1,4 Prozent gemeldet. Am Freitag steht dann noch die europäische Inflationsrate an. Trotz einer enormen Geldmengenexplosion in den wichtigsten Wirtschaftsregionen der Welt kann man derzeit noch nicht von einem Inflationsproblem sprechen – die Betonung liegt auf noch.
Am Mittwochnachmittag präsentierte sich der Goldpreis mit erholten Notierungen. Bis gegen 15.00 Uhr (MEZ) verteuerte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Gold (Februar) um 7,90 auf 1.717,50 Dollar pro Feinunze.
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