von Jörg Bernhard
Etwas besser als erwartet entwickelten sich mit plus 9,6 Prozent die aktuellen Daten zur Industrieproduktion. Eine positive Überraschung gab es auch bei den Einzelhandelsumsätzen. Am Vormittag stehen noch die Septemberzahlen zur französischen und italienischen Industrieproduktion zur Veröffentlichung an. Beide dürften mit negativen Vorzeichen ausgestattet sein, wobei vor allem die Stärke des Rückschlags interessiert. Doch nach der Wahl rücken die Sorgen um die US-Konjunktur verstärkt in den Fokus der Finanzwelt. Am Nachmittag dürften vor dem Gang ins Wochenende vor allem die aktuellen Import- und Exportpreise sowie der von der Uni Michigan ermittelte Index zum Konsumentenvertrauen für erhöhte Aufmerksamkeit sorgen.
Am Freitagvormittag präsentierte sich der Ölpreis mit erholten Notierungen. Bis gegen 8.00 Uhr (MEZ) verteuerte sich der nächstfällige WTI-Kontrakt um 0,35 auf 85,44 Dollar, während sein Pendant auf Brent um 0,19 auf 107,44 Dollar anzog.
Gold: Deutsche Inflation (noch) kein Problem
Am Freitagmorgen gab es revidierte Zahlen zur deutschen Inflation im Oktober. Gegenüber dem Update vom 29. Oktober gab es eine Bestätigung der ersten Zahlen in Höhe von zwei Prozent. Zuvor meldeten die Chinesen eine Teuerungsrate in Höhe von 1,7 Prozent. Zur Erinnerung: Im September zogen die Preise im Reich der Mitte auf Jahressicht noch um 1,9 Prozent, Anfang des Jahres sogar um 4,5 Prozent an. Damit hat auch die chinesische Notenbank – zumindest unter Inflationsaspekten – die Option, die Geldschleusen weiter zu öffnen und Infrastrukturprojekte auf den Weg zu bringen.
Am Freitagvormittag präsentierte sich der Goldpreis mit anziehenden Notierungen. Bis gegen 8.00 Uhr (MEZ) verteuerte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Gold (Dezember) um 11,00 auf 1.737,00 Dollar pro Feinunze.
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