08.02.2013 07:57

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ROHÖL UND GOLD

Rohöl: Geopolitische Risiken wachsen



Rohöl: Geopolitische Risiken wachsen
Der iranische Revolutionsführer Ali Chamenei lehnt bilaterale Verhandlungen mit den USA über das Atomprogramm des Landes ab und trieb damit die Nordseemarke Brent nach oben.

von Jörg Bernhard

In den Tagen zuvor verschärften die USA noch die Sanktionen gegen den Iran. Diese belasten die Wirtschaft des Landes immer stärker. Der charttechnische Timingindikator Relative-Stärke-Index überwand im Fahrwasser des steigenden Ölpreises die Marke von 70 Prozent. Damit gilt der fossile Energieträger nun wieder als überkauft. Ein signifikanter Rücksetzer würde den seit Mitte Januar zu beobachtenden kurzfristigen Aufwärtstrend gefährden und aller Voraussicht nach ein RSI-Verkaufssignal auslösen. Beim letzten Mal handelte es sich allerdings um eine „Bärenfalle“.
Hinsichtlich fundamentaler Aspekte dürften sich die Investoren am letzten Handelstag vor dem Wochenende vor allem für die deutsche und die US-amerikanische Handelsbilanz interessieren. Während hier zu Lande für Dezember ein Überschuss von 14,8 Milliarden Euro gerechnet wird, droht in den USA ein Defizit in Höhe von 46,0 Milliarden Dollar.
Am Freitagvormittag präsentierte sich der Ölpreis mit etwas höheren Notierungen. Bis gegen 7.45 Uhr (MEZ) verteuerte sich der nächstfällige WTI-Kontrakt um 0,32 auf 96,15 Dollar, während sein Pendant auf Brent um 0,62 auf 117,86 Dollar anzog.

Gold: Richtungslos und ruhig

Seit dem Jahreswechsel bewegt sich das gelbe Edelmetall in einer Tradingrange von 70 Dollar – nach 12 Jahren mit positiver Performance scheint nun etwas Sand ins Getriebe gekommen zu sein. Was Börsianer frohlocken lässt – die Hoffnung auf eine boomende Weltkonjunktur – sorgt unter Goldfans eher für schlechte Laune. Sie befürchten nämlich, dass die Notenbanken im Falle einer starken wirtschaftlichen Entwicklung ihren Fuß vom geldpolitischen Gaspedal nehmen könnten. Historisch niedrige Zinsen und das Aufblähen der Geldmengen dies- wie jenseits des Atlantiks galten aber bislang als Hauptargumente, Gold zu kaufen. Fallen diese weg, würde dem Goldpreis nach den zwölf mehr oder weniger fetten Jahren nun möglicherweise ein mageres drohen.
Am Freitagvormittag präsentierte sich der Goldpreis mit stabilen Notierungen. Bis gegen 7.45 Uhr (MEZ) verteuerte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Gold (April) um 1,40 auf 1.672,70 Dollar pro Feinunze.

Bildquellen: PhotoStock10 / Shutterstock.com

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