24.08.2012 15:11
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Rohöl: Geschwächt ins Wochenende

Rohöl und Gold
Vor dem Wochenende zeigte der Ölpreis Konditionsschwäche. Angesichts der seit drei Wochen anhaltenden Kursrally war dies keine große Überraschung.
von Jörg Bernhard

Zuletzt äußerten sich zwei gewichtige Stimmen eher skeptisch bezüglich weiterer Lockerungsmaßnahmen durch die Fed. Neben dem US-Präsidentschaftskandidaten Mitt Romney waren diesbezüglich auch von James Bullard, dem Chef der St. Louis Fed, eher zurückhaltende Töne zu hören. Schlauer könnten die Märkte in einer Woche sein, wenn auf dem Treffen internationaler Notenbanker in Jackson Hole Ben Bernanke seine Sicht der Dinge erläutern wird. Vor zwei Jahren folgten auf dieses Symposium massive Staatsanleihenkäufe der Fed im Volumen von 600 Milliarden Dollar. Die Erwartungshaltung bezüglich weiterer Hilfen durch die Fed ist im Markt relativ ausgeprägt. Der am Nachmittag vermeldete Auftragseingang langlebiger Wirtschaftsgüter fiel übrigens besser als erwartet aus. Mit einer gegenüber dem Vormonat erzielten Wachstumsrate von 4,2 Prozent hat man den Erwartungswert von 1,9 Prozent (Quelle: Bloomberg-Umfrage) um mehr als das Doppelte übertroffen.
Am Freitagnachmittag präsentierte sich der Ölpreis mit nachgebenden Notierungen. Bis gegen 15.00 Uhr (MESZ) ermäßigte sich der nächstfällige WTI-Kontrakt um 0,27 auf 96,00 Dollar, während sein Pendant auf Brent um 0,21 auf 114,80 Dollar zurückfiel.

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Gold: Charttechnisch interessant

Mit der jüngsten Goldpreis-Rally hat sich die Charttechnik des gelben Edelmetalls erheblich verbessert. Grund: Die knapp unter 1.650 Dollar verlaufende 200-Tage-Linie wurde überwunden, was unter Chartisten als klares Kaufsignal gilt. Außerdem drehte die Durchschnittslinie nach oben, was unter bullishen Investoren besonders gerne gesehen wird. Nach Börsenschluss erfahren die Marktakteure noch, wie die Spekulanten in der abgelaufenen Börsenwoche agiert haben. Eine gegenüber der Vorwoche höhere Netto-Long-Positionen (optimistische Markterwartung) ist relativ wahrscheinlich.
Am Freitagnachmittag präsentierte sich der Goldpreis mit schwächeren Notierungen. Bis gegen 15.00 Uhr (MESZ) ermäßigte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Gold (Dezember) um 3,20 auf 1.669,60 Dollar pro Feinunze.

Bildquellen: Huyangshu / Shutterstock.com, iStock

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Die US-Notenbank Fed hat die Leitzinsen auf ihrer September-Sitzung zur Freude der Goldpreis-Bullen unverändert gelassen. Es bleibt jedoch die Frage, wie lange weitere Zinserhöhungen hinausgezögert werden können.
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