von Jörg Bernhard
Während bei den Kleinspekulanten in der Woche zum 22. Januar eine Halbierung der Netto-Long-Position (optimistische Markterwartung) auf 6.306 Futures zu beobachten war, erhöhte sich die Netto-Long-Position großer Spekulanten von 226.751 auf 246.103 Kontrakte (+8,5 Prozent).
Am Nachmittag wurden in den USA Konjunkturdaten veröffentlicht, die deutlich besser als erwartet ausfielen. So erhöhte sich im Dezember der Auftragseingang langlebiger Wirtschaftsgüter gegenüber dem Vormonat um 4,6 Prozent. Laut einer Bloomberg-Umfrage unter Analysten war im Durchschnitt ein Anstieg um lediglich 1,6 Prozent erwartet worden.
Am Montagnachmittag präsentierte sich der Ölpreis mit höheren Notierungen. Bis gegen 15.00 Uhr (MEZ) verteuerte sich der nächstfällige WTI-Kontrakt um 0,78 auf 96,66 Dollar, während sein Pendant auf Brent um 0,30 auf 113,58 Dollar anzog.
Gold: Negativer Wochenauftakt
Seit Mitte Dezember tendiert der Goldpreis in einer Tradingrange von 70 Dollar seitwärts. Aus charttechnischer Sicht ist es wichtig, dass die Unterstützungszone im Bereich von 1.650 Dollar erfolgreich verteidigt wird. Im Frühjahr 2012 gelang dies allerdings nicht. Der damalige Ausverkauf drückte den Goldpreis im Tief auf 1.540 Dollar. Gegenwärtig steht bei Anlegern, die Notwendigkeit eines sicheren Hafens nicht ganz oben auf der Agenda. Viel Geld – das vor allem dank der ultralockeren Notenbankpolitik extrem billig ist – fließt derzeit in die Aktienmärkte. Ob sich im dreizehnten Jahr der Goldhausse ein Trendwechsel nach unten einstellen, darf angesichts der immensen Schuldenberge in Japan, Europa und den USA und der daraus resultierenden Unsicherheit bezweifelt werden.
Am Montagnachmittag präsentierte sich der Goldpreis mit nachgebenden Notierungen. Bis gegen 15.00 Uhr (MEZ) ermäßigte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Gold (Februar) um 3,70 auf 1.652,90 Dollar pro Feinunze.
Bildquellen: ssuaphotos / Shutterstock.com