von Jörg Bernhard
Mit 343.000 neuen Arbeitslosen lag man deutlich unter dem prognostizierten Erwartungswert von 370.000 (Quelle: Bloomberg-Umfrage). Dem Ölpreis half dies allerdings nicht nach oben, da zeitgleich relativ enttäuschende Einzelhandelszahlen gemeldet wurden. Statt eines erwarteten Anstiegs gegenüber dem Vormonat in Höhe von 0,6 Prozent fiel die Rate mit plus 0,3 Prozent deutlich geringer aus. Als nächstes dürften die Investoren nun auf neue Konjunkturdaten aus China warten. Freitagfrüh soll hier ein wichtiger Einkaufsmanagerindex veröffentlicht werden. Zuletzt machte China dem Rest der Welt wieder Hoffnung auf eine erfolgreiche weiche Landung der chinesischen Konjunktur.
Am Donnerstagnachmittag präsentierte sich der Ölpreis mit schwächeren Notierungen. Bis gegen 14.45 Uhr (MEZ) ermäßigte sich der nächstfällige WTI-Kontrakt um 0,51 auf 86,21 Dollar, während sein Pendant auf Brent um 0,63 auf 108,87 Dollar zurückfiel.
Gold: Weiterhin unter 1.700 Dollar
Gewinnmitnahmen an den Terminmärkten haben den Goldpreis wieder unter die Marke von 1.700 Dollar fallen lassen. Obwohl die Fed künftig noch mehr Geld in die Hand nehmen möchte, um Hypothekenanleihen zurückzukaufen, konnte das gelbe Edelmetall von der zusätzlichen Liquiditätsflut nicht profitieren. Mit dem Unterschreiten der bei 1.705 Dollar verlaufenden Durchschnittslinie wurden zahlreiche Stopp-Loss-Orders ausgelöst. Als großer Unsicherheitsfaktor gilt der zum Jahreswechsel drohende Sturz von der Fiskalklippe. In diesem Fall könnte eine Flucht in den Dollar eintreten und den Glanz von Gold als sicheren Hafen etwas verblassen lassen. Höchste Priorität hat aus charttechnischer Sicht das erfolgreiche Verteidigen der Unterstützungszone im Bereich von 1.680 Dollar.
Am Donnerstagnachmittag präsentierte sich der Goldpreis mit fallenden Notierungen. Bis gegen 14.45 Uhr (MEZ) ermäßigte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Gold (Februar) um 23,10 auf 1.694,80 Dollar pro Feinunze.
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