07.08.2013 07:09

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ROHÖL UND GOLD

Rohöl: Heftiger Absacker verdaut



Rohöl: Heftiger Absacker verdaut
Der Ölpreis befindet sich weiterhin im Korrekturmodus. Entspannungssignale aus dem Iran waren hierfür maßgeblich verantwortlich.

von Jörg Bernhard

Die gemäßigten Töne vom neuen starken Mann aus dem Iran, Hassan Rouhani, hat die Akteure an den Energiemärkten zu Gewinnmitnahmen veranlasst und den Ölpreis am Dienstag spürbar unter Druck gebracht. Die geopolitische Prämie hat sich dadurch signifikant reduziert. Im Tief fiel die US-Sorte WTI am gestrigen Dienstag auf 104,86 Dollar und die Nordseemarke Brent auf 107,46 Dollar. Am Abend meldete das American Petroleum Institute einen Rückgang der gelagerten Ölmengen um 3,7 Millionen Barrel. Am Nachmittag steht nun der Bericht der US-Energiebehörde EIA (16.30 Uhr) zur Veröffentlichung an. Laut einer Reuters-Umfrage unter Analysten soll sich die gelagerte Ölmenge um 700.000 Barrel reduziert haben.
Am Mittwochvormittag präsentierte sich der Ölpreis mit stabilen Notierungen. Bis gegen 7.00 Uhr (MESZ) ermäßigte sich der nächstfällige WTI-Kontrakt um 0,02 auf 105,28 Dollar, während sein Pendant auf Brent um 0,29 auf 107,89 Dollar zurückfiel.

Gold: Markante Gewinnmitnahmen

Der Goldpreis markierte am gestrigen Dienstag seinen tiefsten Stand seit zweieinhalb Wochen. Die Diskussion um ein möglicherweise bevorstehendes Zurückfahren der monatlichen Staatsanleihekäufe der Fed verunsicherte die Marktakteure und ließ das gelbe Edelmetall abtauchen. Im Bereich von 1.300 Dollar sollen zudem viele Investoren einen Stopp zur Begrenzung potenzieller Kursverluste gesetzt haben. Nachdem diese Marke „fiel“ kam daher erheblicher Verkaufsdruck auf. Im ETF-Sektor machte sich dies ebenfalls bemerkbar. So reduzierte sich zum Beispiel die gehaltene Goldmenge des weltgrößten Gold-ETF SPDR Gold Shares von 917,14 auf 915,04 Tonnen. Die Bereitschaft der Goldminen, auf dem reduzierten Goldpreisniveau ihre Förderung konstant zu halten, dürfte in den kommenden Monaten nachlassen. Ob dies ausreicht, die Goldbaisse zu bremsen, muss allerdings abgewartet werden.
Am Mittwochvormittag präsentierte sich der Goldpreis mit leicht schwächeren Notierungen. Bis gegen 7.00 Uhr (MESZ) ermäßigte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Gold (Dezember) um 4,00 auf 1.278,50 Dollar pro Feinunze.

Bildquellen: Jim Barber / Shutterstock.com

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