von Jörg Bernhard
Dieses Überangebot bremst allerdings in erster Linie die US-Sorte WTI, während die Nordseemarke Brent angesichts der weiterhin angespannten geopolitischen Risiken relative Stärke beweist. Mit 22,85 Dollar markierte der Spread zwischen beiden Ölsorten den höchsten Stand seit 12 Monaten. Hohe Förderzuwächse gab es in den USA und im Irak zu vermelden. Die Internationale Energieagentur geht davon aus, dass der Irak bis 2020 seine Ölproduktion auf 6,1 Millionen Barrel pro Tag verdoppeln könnte. Bis 2030 könnte das Land sogar Russland als zweitgrößter Ölexporteur überholen – vorausgesetzt es kommt nicht zu einem markanten globalen Konjunktureinbruch. Vom IWF war am heutigen Dienstag zu hören, dass die Risiken für eine ernsthafte globale Konjunkturabkühlung alarmierend hoch seien. Zur Erinnerung: Nach der Pleite von Lehman Brothers stürzte der Ölpreis innerhalb weniger Monate konjunkturbedingt von über 140 auf unter 40 Dollar ab.
Am Dienstagnachmittag präsentierte sich der Ölpreis mit steigenden Notierungen. Bis gegen 14.45 Uhr (MESZ) verteuerte sich der nächstfällige WTI-Kontrakt um 1,25 auf 90,58 Dollar, während sein Pendant auf Brent um 1,49 auf 113,31 Dollar anzog.
Gold hält sich wacker
Beim gelben Edelmetall herrscht überwiegend gute Laune unter den Marktakteuren. Weder auf der Angebots- noch auf der Nachfrageseite gibt es derzeit Aspekte, die für einen deutlichen Preisverfall sprechen. Weil die anstehenden Stützungsaktionen der Notenbanken das Vertrauen in Euro und Gold alles andere als fördern dürften und die Streiks in den südafrikanischen Goldminen weitere Produktionseinbußen befürchten lassen, scheint Gold nach unten hin gut abgesichert zu sein. Lediglich die Charttechnik könnte noch zu einem Problem werden, falls die Marke von 1.800 Dollar weiterhin im Weg stehen sollte.
Am Dienstagnachmittag präsentierte sich der Goldpreis mit erholten Notierungen. Bis gegen 14.45 Uhr (MESZ) verteuerte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Gold (Dezember) um 3,10 auf 1.778,80 Dollar pro Feinunze.
Rohstoff-Performer: Top und Flop im dritten Quartal:
Platz 36: Mageres Schwein (-22,11%)
Den Auftakt für das Ranking macht Mageres Schwein. Mit einem Preiseinbruch um mehr als 22 Prozent ist der Rohstoff der schwächste Performer im letzten Jahresviertel.
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