von Jörg Bernhard
Der Wochenbericht des US-Energieministeriums belegte mit einem Lagerzuwachs von 1,77 auf 374,8 Millionen Barrel einmal mehr das enorme Überangebot in den USA. Angesichts einer schwachen Nachfrage sehen die Perspektiven des Ölpreises somit alles andere als rosig aus. Die Unruhen in Griechenland im Zuge der parlamentarischen Abstimmung bezüglich der neuen Sparmaßnahmen sorgten für zusätzliche Unsicherheit. Diese „Kuh“ scheint erst einmal vom Eis zu sein. Das griechische Parlament genehmigte die Sparmaßnahmen im Volumen von 13,5 Milliarden Euro. Als nächstes dürfte das Interesse der Investoren vor allem auf anstehende Konjunkturdaten aus China und den USA gerichtet sein, schließlich gelten diese beiden Länder als die weltweiten größten Ölverbraucher.
Am Donnerstagvormittag präsentierte sich der Ölpreis mit erholten Notierungen. Bis gegen 8.00 Uhr (MEZ) verteuerte sich der nächstfällige WTI-Kontrakt um 0,61 auf 85,05 Dollar, während sein Pendant auf Brent um 0,73 auf 107,55 Dollar anzog.
Gold: Inflationsdaten ante portas
In Kürze erfahren die Akteure an den Finanzmärkten wie sich im Oktober die Inflation in China bzw. in Deutschland entwickelt hat. Während im Reich der Mitte von Dow Jones Newswire befragte Analysten mit einem leichten Rückgang der Teuerung von 1,9 auf 1,8 Prozent rechnen, zogen in Deutschland die Preise laut einer ersten Schätzung mit zwei Prozent etwas stärker an. Damit stehen die Chancen für geldpolitische Lockerungsmaßnahmen in beiden Ländern nicht schlecht. Zur Erinnerung: Anfang des Jahres lag die chinesische Inflation mit 4,5 Prozent deutlich höher.
Am Donnerstagvormittag präsentierte sich der Goldpreis mit stabilen Notierungen. Bis gegen 8.00 Uhr (MEZ) verteuerte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Gold (Dezember) um 3,80 auf 1.717,80 Dollar pro Feinunze.
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