von Jörg Bernhard
In Europa bleiben die Perspektiven getrübt. Der starke Dollar drückt auch an den Rohstoffmärkten auf die Stimmung. Selbst die deutsche Wirtschaft weist mittlerweile erhebliche Bremsspuren auf. Um 10.00 Uhr wird der Ifo- Geschäftsklimaindex veröffentlicht. Laut einer Umfrage unter Analysten soll es im Juli einen Rücksetzer von 105,3 auf 104,5 Punkte gegeben haben. Am Nachmittag könnte es noch einmal zu stärkeren Ölpreisbewegungen kommen, da um 16.00 Uhr die Juni-Verkäufe neuer Eigenheime gemeldet werden und um 16.30 Uhr der Wochenbericht der US-Energiebehörde veröffentlicht wird.
Am Mittwochvormittag präsentierte sich der Ölpreis mit nachgebenden Notierungen. Bis gegen 8.00 Uhr (MESZ) ermäßigte sich der nächstfällige WTI-Kontrakt um 0,40 auf 88,10 Dollar, während sein Pendant auf Brent um 0,47 auf 102,95 Dollar zurückfiel.
Gold: Technische Erholung
Am Goldmarkt warten die Akteure auf neue Impulse. Am gestrigen Dienstag schwankte der am aktivsten gehandelte Gold-Future (August) in einer Bandbreite von lediglich 16 Dollar. Ein Preisschub nach oben wird erwartet, falls die US-Notenbank quantitative Lockerungsmaßnahmen verkünden sollte, während neue Hiobsbotschaften zur Eurokrise einen Verkaufsdruck generieren könnten. Milliardär und Hedgefondsmanager John Paulson stuft die Wahrscheinlichkeit für ein Auseinanderbrechen der Eurozone mittlerweile auf 50 Prozent ein. Auch bei der Ratingagentur Moody`s wächst die Skepsis. Bei den noch gesunden Staaten Deutschland, Niederlande und Luxemburg reduzierte sie deshalb den Ausblick auf negativ. Damit droht eine weitere Schrumpfkur des elitären Klubs von Triple-A-Staaten.
Am Mittwochvormittag präsentierte sich der Goldpreis mit erholten Notierungen. Bis gegen 8.00 Uhr (MESZ) verteuerte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Gold (August) um 6,90 auf 1.583,10 Dollar pro Feinunze.
Die Tops und Flops der Rohstoffe im zweiten Quartal:
Platz 36: Orangensaft
-24,07 Prozent
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