von Jörg Bernhard
Laut einer amtlichen iranischen Nachrichtenagentur verlangten rund hundert Parlamentarier des Landes ein Gesetz, dass alle Öltransporte in Richtung Europa durch die strategisch wichtige Straße von Hormus verbietet. Am Sonntag war wegen des Atomstreits westlicher Industrienationen mit dem Iran ein Ölembargo der Europäischen Union gegen das Land in Kraft getreten. Die wachsende geopolitische Unsicherheit wurde an den Energiemärkten offensichtlich stärker beachtet, als die befürchtete Wirtschaftsschwäche und der daraus resultierende Nachfrageschwund beim fossilen Energieträger. Wegen des heutigen US-Feiertags werden die Marktakteure erst am Donnerstagnachmittag im Rahmen des wöchentlichen Rohöl-Berichts des US-Energieministeriums über die gelagerten Rohöl-, Benzin- und Destillatemengen informiert. Dann könnte es wieder hektischer werden.
Am Mittwochvormittag präsentierte sich der Ölpreis mit nachgebenden Notierungen. Bis gegen 8.10 Uhr (MESZ) ermäßigte sich der nächstfällige WTI-Kontrakt um 0,59 auf 87,07 Dollar, während sein Pendant auf Brent um 0,55 auf 100,13 Dollar zurückfiel.
Gold: Aufwärtsdrang wieder da
Die Hoffnung auf neue Stützungsaktionen durch die Notenbanken hat dem Goldpreis weiter nach oben geholfen. Am morgigen Donnerstag könnte bereits die Europäische Zentralbank mit einer Zinssenkung für neuen Drive sorgen. Niedrige Zinsen gelten generell als vorteilhaft für das gelbe Edelmetall. Zum einen, weil kreditfinanzierte Futures-Wetten billiger werden und zum anderen, weil die Opportunitätskosten durch entgangene Zinseinnahmen noch weniger als bislang ins Gewicht fallen.
Am Mittwochvormittag präsentierte sich der Goldpreis mit stabilen Notierungen. Bis gegen 8.10 Uhr (MESZ) ermäßigte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Gold (August) um 2,70 auf 1.619,10 Dollar pro Feinunze.
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