von Jörg Bernhard
Der nächstfällige WTI-Kontrakt stürzte am Dienstag 2,2 Prozent ab, während bei der Nordseemarke Brent ein vergleichsweise moderates Minus von 1,1 Prozent zu Buche schlug. Das Überangebot am US-Markt in Kombination mit den trüben Konjunkturaussichten generierten eine regelrechte Verkaufswelle und waren für die Underperformance maßgeblich verantwortlich. Geopolitische Risiken im Mittleren Osten verhinderten einen ähnlichen Preissturz bei Brent. Die am frühen Morgen in China veröffentlichten Konjunkturdaten machten wieder etwas Hoffnung. So kletterte der Einkaufsmanagerindex im Oktober von 47,8 auf 49,1 Punkte und nähert sich damit der wichtigen 50-Prozent-Marke an, die wirtschaftliches Wachstum signalisiert. In Europa hat man sich an Wirtschaftsschwäche fast schon gewöhnt. Um 10.00 Uhr erfahren die Anleger, wie sich der ifo-Geschäftsklimaindex entwickelt hat. Zuletzt ging es hier vorwiegend bergab.
Am Mittwochvormittag präsentierte sich der Ölpreis mit erholten Notierungen. Bis gegen 8.00 Uhr (MESZ) verteuerte sich der nächstfällige WTI-Kontrakt um 0,50 auf 87,17 Dollar, während sein Pendant auf Brent um 0,67 auf 108,92 Dollar anzog.
Gold: Marke von 1.700 Dollar verteidigt
Mit großer Spannung erwarten die Investoren das für 20.15 Uhr angekündigte Statement der US-Notenbank Fed. Aktuell bremst der starke Dollar den Goldpreis ganz klar aus. Dadurch fällt die Korrektur auf Eurobasis im Gegenzug allerdings weniger schmerzhaft aus. Während der Goldpreis in Euro gerechnet nur 4,8 Prozent unter seinem Anfang Oktober markierten Rekordhoch notiert, fällt der prozentuale Abstand zum Dollar-Goldrekordhoch mit 11 Prozent deutlich höher aus.
Am Mittwochvormittag präsentierte sich der Goldpreis mit stabilen Notierungen. Bis gegen 8.00 Uhr (MESZ) ermäßigte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Gold (Dezember) um 0,20 auf 1.709,20 Dollar pro Feinunze.
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