18.04.2012 15:26
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Rohöl: Relative Stärke von WTI geht weiter

Prämie von Nordseemarke Brent sinkt
Rohöl und Gold
An den Energiemärkten entwickeln sich bereits seit mehreren Tagen die Ölpreis dies- und jenseits des Atlantiks ausgesprochen uneinheitlich.
von Jörg Bernhard

Aufgrund der Entspannung im Atomstreit mit dem Iran und angesichts der Aussicht, die enormen Lagermengen in Cushing (Oklahama) abzubauen, neigt die US-Sorte WTI weiterhin zur Stärke und die Nordseemarke Brent eher zur Schwächen. Die Preisdifferenz hat sich mittlerweile auf 14,10 Dollar reduziert, nachdem sie Ende März noch bei 21 Dollar lag. Mit großer Spannung warten die Marktakteure nun auf den EIA-Wochenbericht (16.30 Uhr). Während von Mai bis Ende November 2011 die gelagerten Ölmengen um rund 50 Millionen Barrel abnahmen, haben sie sich mittlerweile wieder um 40 Millionen Fass aufgestaut.

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Am Mittwochnachmittag präsentierte sich der Ölpreis mit fallenden Notierungen. Bis gegen 15.10 Uhr (MESZ) ermäßigte sich der nächstfällige WTI-Kontrakt (Mai) um 0,61 auf 103,59 Dollar, während sein Pendant auf Brent (Juni) um 1,09 auf 117,69 Dollar zurückfiel.

Gold: Rückwärtsgang eingelegt

Nach der relativ erfolgreichen Auktion spanischer Anleihen mit kurzer Laufzeit nahmen die Sorgen um den Euro etwas ab, in Luft haben sie sich allerdings nicht aufgelöst. Der nächste Nerventest steht nämlich bereits vor der Tür: Am morgigen Donnerstag wollen die Spanier 2,5 Milliarden Euro mit Laufzeiten von bis zu zehn Jahren aufnehmen. Dann dürfte es noch einmal spannend werden. Auf den ersten Blick müsste eine Verschärfung der Eurokrise eigentlich eher für das gelbe Edelmetall sprechen, doch die Investoren ticken diesbezüglich seit längerem nicht mehr lehrbuch-konform. Zu viel Krise schadet dem Goldpreis derzeit, weil dann aufgrund der seit zehn Jahren andauernden Preisrally und den gewaltigen Goldpositionen markante Gewinnmitnahmen drohen.

Am Mittwochnachmittag präsentierte sich der Goldpreis mit schwächeren Notierungen. Bis gegen 15.10 Uhr (MESZ) ermäßigte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Gold (Juni) um 10,10 auf 1.641,00 Dollar pro Feinunze.

Bildquellen: iStock
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Gold und Rohöl
Medienberichten zufolge soll die Finanzlage der Griechen noch bedrohlicher sein als bislang angenommen. Dadurch erholte sich das gelbe Edelmetall von seinem Monatstief spürbar.
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