von Jörg Bernhard
Der für den 1. Juli angekündigte Boykott iranischen Rohöls und das Einfrieren iranischer Vermögenswerte sollen das arabische Land daran hindern, in den Besitz von Atombomben zu gelangen. Der Iran drohte daraufhin erneut, die für die Ölversorgung wichtige Straße von Hormus zu blockieren. Ein Fünftel der globalen Ölversorgung wird durch dieses Nadelöhr transportiert. Einige Analysten haben für den Blockadefall einen massiven Ölpreisanstieg auf 150 Dollar und mehr prognostiziert. Das iranische Ölministerium meldete am gestrigen Montag, dass die „übereilte Entscheidung“ der Europäer den Preis für Öl nach oben treiben und das Wirtschaftswachstum des Westens gefährden werde. Am Vormittag veröffentlichte Einkaufsmanagerindizes für Deutschland und Europa fielen besser als erwartet aus, konnten den Ölpreis aber nicht in höhere Kursregionen verhelfen. Als Bremsklotz für den Ölpreis erwiesen sich hingegen veröffentlichte Umfrageergebnisse der Nachrichtenagentur Bloomberg, die für Rohöl einen Anstieg der US-Lagerreserven um 1,5 Millionen Barrel und Benzin einen Zuwachs in Höhe von zwei Millionen Barrel prognostizierten. Am Mittwochnachmittag stehen die tatsächlichen Zahlen zur Bekanntgabe an.
Am Dienstagnachmittag präsentierte sich der Ölpreis mit fallenden Notierungen. Bis gegen 15.45 Uhr (MEZ) ermäßigte sich der nächstfällige WTI-Kontrakt um 1,10 auf 98,48 Dollar, während sein Pendant auf Brent um 0,62 auf 109,96 Dollar zurückfiel.
Gold: Gewinnmitnahmen belasten
Aufgrund des chinesischen Neujahrsfests verlief der Dienstagshandel bislang bei geringen Umsätzen. Dies machte das gelbe Edelmetall anfällig für Gewinnmitnahmen. Die Euroschwäche verstärkte diesen Negativeffekt. Aus charttechnischer Sicht kam die Korrektur nicht ganz überraschend, schließlich touchierte der Goldpreis im Zuge seines jüngsten Sechswochenhochs das obere Bollingerband. Laut Charttechnik müsste es nun wieder in Richtung unteres Bollingerband gehen. Dieses verläuft aktuell bei 1.550 Dollar.
Am Dienstagnachmittag präsentierte sich der Goldpreis mit nachgebenden Notierungen. Bis gegen 15.45 Uhr (MEZ) ermäßigte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Gold (Februar) um 15,50 auf 1.662,80 Dollar pro Feinunze.
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