von Jörg Bernhard
Unterstützung erhielten die „Ölbullen“ zuletzt von der Konjunkturfront. Die Besser als erwartete Nachrichten vom Arbeitsmarkt und aus dem Immobiliensektor sorgten für gute Laune. So entwickelte sich der US-Arbeitsmarkt mit 350.000 Neuanträgen auf Arbeitslosenhilfe erheblich besser als erwartet. Die prognostizierten Novemberverkäufe neuer US-Eigenheime fielen mit 377.000 Einheiten übertrafen die Prognosen der Analysten leicht. Und auch der Wochenbericht des American Petroleum Institute unterstützte dank eines gemeldeten Lagerrückgangs um 1,17 Millionen Barrel den Ölpreis. Um 17.00 Uhr steht am Nachmittag noch der Rohölbericht der US-Energiebehörde zur Bekanntgabe an. Laut einer Bloomberg-Umfrage unter Analysten soll es hier ein Minus in Höhe von 1,75 Millionen Barrel gegeben haben.
Am Freitagnachmittag präsentierte sich der Ölpreis mit stabilen Notierungen. Bis gegen 14.45 Uhr (MEZ) verteuerte sich der nächstfällige WTI-Kontrakt um 0,18 auf 91,05 Dollar, während sein Pendant auf Brent um 0,07 auf 110,73 Dollar zurückfiel.
Gold: 12. Jahresgewinn in Folge in Sicht
Es sieht so aus, als ob das gelbe Edelmetall den 12. Jahresgewinn in Folge höchstwahrscheinlich „eintüten“ kann. Bis dato verteuerte sich der Goldpreis im Jahr 2012 um 6,2 Prozent. Nach der im vierten Quartal zu beobachtenden Korrektur um 140 Dollar, scheint der Optimismus wieder zurückzukommen – zumindest unter den Analysten. Laut einer aktuellen Bloomberg-Umfrage erwarten diese für die erste Handelswoche des neuen Jahres steigende Notierungen. Von 19 befragten Experten rechnen 15 mit einem Anstieg und nur einer mit einem Rückgang. Noch optimistischer fiel die Umfrage vor über vier Monaten aus. Mit großer Spannung warten die Marktakteure nun auf die weitere Entwicklung im US-Haushaltsstreit zwischen Demokraten und Republikanern. Obama hat am heutigen Freitag führende Republikaner zu einer „letzten Pokerrunde“ eingeladen.
Am Freitagnachmittag präsentierte sich der Goldpreis mit nachgebenden Notierungen. Bis gegen 14.45 Uhr (MEZ) ermäßigte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Gold (Februar) um 3,10 auf 1.660,60 Dollar pro Feinunze.
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