05.11.2012 08:09

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ROHÖL UND GOLD

Rohöl: Verkaufswelle bei Spekulanten



Rohöl: Verkaufswelle bei Spekulanten
Trotz starker US-Arbeitsmarktdaten musste der Ölpreis vor dem Wochenende eine heftige Verkaufswelle über sich ergehen lassen.

von Jörg Bernhard

Der am Freitagabend veröffentlichte COT-Report (Commitments of Traders) wies für die Woche bis zum 30. Oktober einen Rückgang der kumulierten Netto-Long-Position (optimistische Markterwartung) von 195.243 auf 174.849 Kontrakte (-10,4 Prozent) aus, den sechsten in Folge. Vor allem Großspekulanten (Non-Commercials) reduzierten ihr Long-Exposure. Deren Netto-Long-Position sank von 186.381 auf 169.575 Futures. Überschattet werden die an sich guten Meldungen vom US-Arbeitsmarkt durch die anhaltenden Probleme diverser US-Raffinerien, die nach Hurrikan „Sandy“ ihren Betrieb einstellen mussten. Das Überangebot könnte sich dadurch weiter erhöhen. Zur Erinnerung: Die gelagerten Ölmengen liegen mit Blick auf die vergleichbaren Vorjahreszeiträume auf dem höchsten Niveau seit 30 Jahren.
Am Montagvormittag präsentierte sich der Ölpreis mit stabilen Notierungen. Bis gegen 8.00 Uhr (MEZ) verteuerte sich der nächstfällige WTI-Kontrakt um 0,28 auf 85,14 Dollar, während sein Pendant auf Brent um 0,26 auf 105,94 Dollar anzog.

Gold: Von Kurssturz leicht erholt

In der vergangenen Handelswoche wies der Goldpreis zum vierten Mal in Folge ein Minus aus. Überraschend gute Oktoberzahlen vom US-Arbeitsmarkt stärkten den Dollar und schwächten im Gegenzug das gelbe Edelmetall. Chartinduzierte Verkäufe lösten eine zusätzliche Abwärtsbewegung aus. Während der Dollarindex, der die US-Währung mit sechs anderen wichtigen Währungen vergleicht, auf ein Zweimonatshoch gestiegen war, fiel der Goldpreis auf den tiefsten Stand seit zwei Monaten. Zum Wochenauftakt zeigte er sich allerdings leicht erholt.
Am Montagvormittag präsentierte sich der Goldpreis mit etwas höheren Notierungen. Bis gegen 8.00 Uhr (MEZ) verteuerte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Gold (Dezember) um 4,70 auf 1.679,90 Dollar pro Feinunze.

Bildquellen: iStock

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