von Jörg Bernhard
Von der Konjunkturfront kommen derzeit keine einheitlichen Daten. Ein schwacher Arbeitsmarkt wird traditionell als negatives Signal für den Ölpreis interpretiert, schließlich wird mehr Arbeitslosigkeit zugleich als Indiz für eine sinkende Benzinnachfrage und eine nachlassende Konsumlaune interpretiert. Letztere führt dazu, dass weniger Öl in Produkten wie zum Beispiel Plastik benötigt wird. Vor dem Wochenende sorgt heute mit Blick auf den Konjunkturkalender lediglich ein Termin für Unruhe: die Septemberverkäufe existierender US-Eigenheime. Laut einer Bloomberg-Umfrage unter Analysten soll sich im abgelaufenen Monat ein Rückgang von 4,82 auf 4,75 Millionen Einheiten eingestellt haben.
Am Freitagvormittag präsentierte sich der Ölpreis mit stabilen Notierungen. Bis gegen 8.00 Uhr (MESZ) verteuerte sich der nächstfällige WTI-Kontrakt (November) um 0,05 auf 92,15 Dollar, während sein Pendant auf Brent (Dezember) um 0,14 auf 112,56 Dollar anzog.
Gold: Geschwächt ins Wochenende
Während in Indien die schwache Rupie, höhere Zölle, eine enttäuschende Monsunsaison und die hohen Goldpreise den Appetit auf das gelbe Edelmetall spürbar bremsen, gibt es auf der Nachfrageseite wegen angedrohter Massenentlassungen südafrikanischer Minenarbeiter Sorgen um das globale Angebot. Die Bombay Bullion Association rechnet mit einem Rückgang der indischen Goldimporte auf 650 bis 700 Tonnen. Dies entspräche einem Einbruch um 25 Prozent und dürfte höchstwahrscheinlich den Chinesen den Titel des weltgrößten Goldnachfragers einbringen. Daran dürfte auch die anstehenden indischen Feiertage und die daraus resultierende erhöhte Goldnachfrage kaum etwas ändern.
Am Freitagvormittag präsentierte sich der Goldpreis mit nachgebenden Notierungen. Bis gegen 8.00 Uhr (MESZ) ermäßigte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Gold (Dezember) um 4,90 auf 1.739,80 Dollar pro Feinunze.
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