von Jörg Bernhard
Statt des prognostizierten Lagerrückgangs um 2,9 Millionen Barrel (Quelle: Bloomberg-Umfrage) erhöhten sich in den USA die gelagerten Ölmengen um 1,99 Millionen Barrel. Und auch bei den Dieselvorräten lagen die Experten bei einem gemeldeten Anstieg um 1,48 Millionen Barrel mit ihren Schätzungen klar daneben. Als nächstes Highlight warten die Marktakteure nun auf die Zinsentscheidung der US-Notenbank Fed. Um 18.30 Uhr wird das Ergebnis der Sitzung veröffentlicht, um 20.00 Uhr folgt dann die Zinsprognose und um 20.15 Uhr beginnt die mit Spannung erwartete Pressekonferenz mit Ben Bernanke. Die Erwartungshaltung der Märkte ist relativ groß, dass es zu einer neuen Runde quantitativer Lockerungsmaßnahmen kommen könnte.
Am Donnerstagvormittag präsentierte sich der Ölpreis mit gehaltenen Notierungen. Bis gegen 7.45 Uhr (MESZ) ermäßigte sich der nächstfällige WTI-Kontrakt um 0,04 auf 96,97 Dollar, während sein Pendant auf Brent um 0,01 auf 115,95 Dollar zurückfiel.
Gold: Momentum lässt nach
Auch der Handel an den Goldmärkten steht ganz im Zeichen der anstehenden Fed-Sitzung. Dabei scheint der Optimismus etwas abzuklingen. Sollte die US-Notenbank tatsächlich eine weitere Flutung der Märkte mit Liquidität ankündigen, dürfte sich der Goldpreis zwar in Richtung 1.800 Dollar auf den Weg machen, bei einer „maßlosen Enttäuschung“ wäre allerdings eine markante technische Korrektur das wahrscheinlichste Szenario. Nach dem seit Mitte August erzielten Kurssprung um neun Prozent, wäre das gelbe Edelmetall aus charttechnischer Sicht reif für eine Korrektur, zumal Timingindikatoren wie der Relative-Stärke-Index auf eine überkaufte Situation hindeuten.
Am Donnerstagvormittag präsentierte sich der Goldpreis mit stabilen Notierungen. Bis gegen 7.45 Uhr (MESZ) verteuerte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Gold (Dezember) um 0,30 auf 1.734,00 Dollar pro Feinunze.
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