von Jörg Bernhard
Beide Länder gelten zwar nicht als Ölproduzenten, durch ihre Länder verlaufen allerdings wichtige Pipelines. Die Ceyhan-Route verläuft zum Beispiel vom Nordirak über die Südtürkei und verläuft in der Nähe der syrischen Grenze. Die Sorge um Liefereinschränkungen ist der Hauptgrund für den aktuell hohen Spread (22,38 Dollar) zwischen Brent und WTI, neben dem starken Überangebot inklusive schwacher Nachfrage in den USA. Der gestern gemeldete Anstieg der gelagerten Ölmengen um 1,7 Millionen Barrel fiel höher als erwartet aus und belegt die mehr als üppige Versorgung des US-Marktes. Derzeit übertreffen die Lagerbestände das vergleichbare Vorjahresniveau um 8,5 Prozent. Nach der am Nachmittag erfolgten Veröffentlichung der Produzentenpreise für September ging es mit dem WTI-Future tendenziell seitwärts. Mit plus 1,1 Prozent zogen sie gegenüber dem Vormonat etwas stärker als erwartet an.
Am Freitagnachmittag präsentierte sich der Ölpreis mit uneinheitlichen Notierungen. Bis gegen 15.00 Uhr (MESZ) verteuerte sich der nächstfällige WTI-Kontrakt um 0,13 auf 92,20 Dollar, während sein Pendant auf Brent um 1,13 auf 114,58 Dollar zurückfiel.
Gold: Anhaltend hohe ETF-Nachfrage
Bei Gold lässt eine signifikante technische Korrektur weiter auf sich warten. Verunsicherte Investoren setzen vor allem auf ETFs. Laut einer Datenerhebung der Nachrichtenagentur Bloomberg kletterte die gehaltene Goldmenge physisch besicherter Goldprodukte den elften Tag in Folge. Mit 2.582,98 Tonnen stellte sich am gestrigen Donnerstag ein neuer Rekord ein. Dieser Trend dürfte aber auch an den Terminmärkten vorgeherrscht haben. Am Abend erfahren die Anleger im neuesten COT-Report (Commitments of Traders), wie sich die verschiedenen Marktkräfte positioniert haben.
Am Freitagnachmittag präsentierte sich der Goldpreis mit stabilen Notierungen. Bis gegen 15.00 Uhr (MESZ) verteuerte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Gold (Dezember) um 2,40 auf 1.773,00 Dollar pro Feinunze.
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