von Jörg Bernhard
An der Konjunkturfront dies- und jenseits des Atlantiks ist es derzeit relativ ruhig. Die etwas besser als erwartet ausgefallene deutsche Handelsbilanz vermochte dem Ölpreis keine neue Aufwärtsdynamik verleihen. Am Nachmittag dürfte allerdings die Spannung wieder zunehmen. Dann wird nämlich die US-Energiebehörde (EIA) ihren Wochenbericht veröffentlichen. Der vom API am Vorabend gemeldete überraschende Rückgang der Rohölreserven ließ den nächstfälligen WTI-Future in Richtung 100-Dollar-Marke ansteigen. Aus charttechnischer Sicht unterschritt der Kontrakt zeitweise das untere Bollingerband, was die Wahrscheinlichkeit für eine Gegenbewegung nach oben spürbar erhöhte. Die nächsten charttechnischen Hürden liegen bei WTI im Bereich von 100 Dollar und bei Brent bei 118 Dollar.
Am Mittwochnachmittag präsentierte sich der Ölpreis mit anziehenden Notierungen. Bis gegen 14.45 Uhr (MEZ) verteuerte sich der nächstfällige WTI-Kontrakt um 1,28 auf 99,69 Dollar, während sein Pendant auf Brent um 0,28 auf 116,51 Dollar anzog.
Gold: Gewinne wieder abgegeben
Der Euro profitiert von der Hoffnung auf einen erfolgreichen Verhandlungsabschluss in Griechenland und baute sein am Dienstag erreichtes Kursniveau etwas aus. Dies färbte auf den Goldpreis allerdings nicht ab. Dieser legte – nach einem Zwischenstopp oberhalb von 1.750 Dollar – erst einmal eine Atempause ein. Die abwartende Haltung der Marktakteure spiegelt sich derzeit auch beim weltgrößten Gold-ETF SPDR Gold Shares nieder. Dessen gehaltene Goldmenge stagniert seit dem 2. Februar bei 1.277,14 Tonnen. In der Nacht zum Donnerstag werden in China aktuelle Inflationszahlen veröffentlicht, doch weder die Produzenten- noch die Konsumentenpreise befinden sich derzeit auf Bergfahrt. Nichtsdestotrotz finden vor allem langfristig orientierte Investoren weiterhin Gefallen am gelben Edelmetall.
Am Mittwochnachmittag präsentierte sich der Goldpreis mit stabilen Notierungen. Bis gegen 14.45 Uhr (MEZ) ermäßigte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Gold (April) um 1,50 auf 1.746,90 Dollar pro Feinunze.
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