06.09.2012 07:41
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Rohöl: Warten auf die Datenflut

Rohöl: Hochspannung vor diversen Terminen
Rohöl und Gold
Mit großer Spannung warten die Marktakteure auf die Sitzung der EZB und diverse Konjunkturdaten.
von Jörg Bernhard

In Europa blicken die Investoren gebannt auf die anstehende Veröffentlichung zur Sitzung der Europäischen Zentralbank (13.45 Uhr). Noch am Vormittag erfolgt die Bekanntgabe vorläufiger Zahlen zum Eurozonen-BIP im zweiten Quartal sowie den Auftragseingang der deutschen Industrie. Auch in den USA wird eine Flut wichtiger Konjunkturdaten erwartet. Neben den wöchentlichen Neuanträgen auf Arbeitslosenhilfe sollen auch zwei Monatsberichte vom Arbeitsmarkt veröffentlicht werden: der Challenger-Bericht über Stellenstreichungen sowie das Update der ADP. Des Weiteren dürfte aber auch der ISM-Einkaufsmanagerindex für den Dienstleistungssektor für ein hohes Maß an Spannung sorgen sowie die beiden EIA-Wochenberichte zur Lage am Rohöl- und Erdgasmarkt. Dann wird sich möglicherweise zeigen, ob die Vorschusslorbeeren für den Ölpreis gerechtfertigt oder zu üppig waren.
Am Donnerstagvormittag präsentierte sich der Ölpreis mit höheren Notierungen. Bis gegen 7.30 Uhr (MESZ) verteuerte sich der nächstfällige WTI-Kontrakt um 0,53 auf 95,89 Dollar, während sein Pendant auf Brent um 0,41 auf 113,50 Dollar anzog.

Gold: Indiens Nachfrage in Gefahr

Am Goldmarkt kursieren Spekulationen, dass die indische Regierung bei Gold die Importzölle auf 7,5 Prozent erhöhen könnte. Das Land leidet unter einem wachsenden Defizit in der Handelsbilanz, weil viel Öl und Gold im Ausland gekauft wird. Außerdem befindet sich die Landeswährung Rupie in einem massiven Abwertungsprozess. Steuererhöhungen könnten nun die physische Goldnachfrage spürbar belasten. In diesem Jahr dürfte das Land daher seine Rolle als weltweit größter Goldkonsument an China verlieren. Ob internationale Investoren und die Notenbanken diese Delle ausgleichen können, muss sich erst noch zeigen. Heute könnte die Sitzung der EZB neue Impulse generieren – nach oben, aber auch nach unten. Die Hoffnung auf massive Käufe von südeuropäischen Staatsanleihen ist derzeit stark ausgeprägt.
Am Donnerstagvormittag präsentierte sich der Goldpreis mit anziehenden Notierungen. Bis gegen 7.30 Uhr (MESZ) verteuerte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Gold (Dezember) um 4,90 auf 1.698,90 Dollar pro Feinunze.

Bildquellen: 1971yes / Shutterstock.com
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