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31.01.2012 15:35

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ROHÖL UND GOLD

WTI: 100-Dollar-Marke überwunden



Rohöl: Süd-Sudan stoppt Ölförderung wegen Disput mit dem Norden
Hoffnung in Griechenland und wachsende Sorgen um das Angebot haben den nächstfälligen WTI-Future mühelos über die 100-Dollar-Marke springen lassen.

von Jörg Bernhard

Und das obwohl der saudische Ölminister Ali Al-Naimi erklärte, dass sein Land über genügend Produktionsreserven verfüge, um etwaige Angebotsausfälle auszugleichen. Auch Opec-Generalsekretär El-Badri schätzt die globalen Ölmärkte als „sehr gut versorgt“ ein. Die Marktakteure scheinen diese Ansicht nicht zu teilen und machen sich offensichtlich etwas mehr Sorgen. Aus iranischen Regierungskreisen war zu hören, dass das Land einen Stopp der Ölexporte in Richtung Europa für die Dauer von 5 bis 15 Jahre plane. Außerdem hat der Süd-Sudan seine Rohölproduktion gestoppt. Am Nachmittag dürften sich die Investoren für diverse US-Konjunkturdaten interessieren. Der Quartalsbericht über die Lohnkosten sowie der S&P Case-Shiller-Hauspreisindex wurden bereits veröffentlicht. Letzterer fiel etwas schwächer als erwartet aus.

Am Dienstagnachmittag präsentierte sich der Ölpreis mit steigenden Notierungen. Bis gegen 15.20 Uhr (MEZ) verteuerte sich der nächstfällige WTI-Kontrakt um 2,31 auf 101,09 Dollar, während sein Pendant auf Brent um 2,05 auf 112,08 Dollar anzog.

Gold: Achtwochenhoch in Reichweite

Der Euro bewegt sich in Richtung neues Siebenwochenhoch und zieht den Goldpreis mit nach oben.

Dies dürfte dem gelben Edelmetall den höchsten Monatsgewinn seit August bescheren. Seit dem Jahreswechsel erzielte Gold einen Kursgewinn in Höhe von 11,5 Prozent – trotz nachlassender Inflationssorgen. So wurde am gestrigen Montag für Deutschland eine Teuerungsrate von zwei Prozent für Januar gemeldet. Damit läge man zumindest hier zu Lande wieder in der von der EZB anvisierten Zielmarke von maximal zwei Prozent. Für Europa sollen am morgigen Mittwoch ebenfalls aktuelle Inflationsdaten gemeldet werden. Umfragen zufolge soll sich hier ein leichter Rückgang von 2,8 auf 2,7 Prozent eingestellt haben.

Am Dienstagnachmittag präsentierte sich Gold mit anziehenden Notierungen. Bis gegen 15.20 Uhr (MEZ) verteuerte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Gold (April) um 14,90 auf 1.749,30 Dollar pro Feinunze.

Bildquellen: WEG

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