von Jörg Bernhard
Die markante Schwäche setzte ein, nachdem eine Kapazitätsreduktion der Seaway-Pipeline gemeldet worden war. Diese soll überschüssiges Rohöl von Cushing (Oklahoma), dem Lieferort von Nymex-Futures auf WTI, an die Golfküste transportieren. Das Überangebot in den USA könnte sich angesichts dieser Probleme weiter erhöhen und den Ölpreis weiter unter Druck bringen. Auf die am Nachmittag veröffentlichten Arbeitsmarktdaten reagierte der Ölpreis mit erholten Notierungen. Laut einer Bloomberg-Umfrage unter Analysten war im Durchschnitt ein Anstieg der wöchentlichen Neuanträge auf Arbeitslosenhilfe von 335.000 auf 360.000 erwartet worden. Mit 330.000 neuen Arbeitslosen entwickelte sich der US-Arbeitsmarkt deutlich besser als erwartet.
Am Donnerstagnachmittag präsentierte sich der Ölpreis mit uneinheitlichen Notierungen. Bis gegen 14.45 Uhr (MEZ) verteuerte sich der nächstfällige WTI-Kontrakt um 0,71 auf 95,94 Dollar, während sein Pendant auf Brent um 0,20 auf 112,60 Dollar zurückfiel.
Kakao: Unterstützung akut gefährdet
Der Kakaopreis markierte am gestrigen Mittwoch mit 2.191 Tonnen sein niedrigstes Niveau seit sechs Monaten. In Westafrika, der weltweit wichtigsten Kakaoanbauregion, sehen die Ernteperspektiven relativ gut aus, weil das Wetterphänomen „El Nino“ in diesem Jahr aller Voraussicht nach ausfällt und somit keine für Kakaopflanzen abträgliche Trockenheit verursachen wird. Zugleich scheint der Appetit der europäischen Schokoladenindustrie nachzulassen. So meldete in der vergangenen Woche der Europäische Kakaoverband für das vierte Quartal einen Rückgang der Kakaoproduktion in Höhe von 6,2 Prozent. Aus charttechnischer Sicht hat nun das Verteidigen der bei 2.200 Dollar verlaufenden Unterstützungszone höchste Priorität.
Am Donnerstagnachmittag präsentierte sich der Kakaopreis mit nachgebenden Notierungen. Bis gegen 14.45 Uhr (MEZ) ermäßigte sich der nächstfällige ICE-Future auf Kakao um 17,00 auf 2.198,00 Dollar pro Tonne.
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