von Jörg Bernhard
Weil damit seit Ende Februar ein Minus von 20 Prozent zu Buche schlug, kann man mittlerweile von einem Bärenmarkt sprechen. Der „spanische Patient“ und dessen maroder Bankensektor könnten sich negativ auf das globale Wirtschaftswachstum auswirken, befürchten die Investoren. Eine regelrechte Flut wichtiger Konjunkturdaten erwartet die Marktakteure am Nachmittag. Dann gibt es nämlich den ADP-Monatsbericht und die wöchentlichen Neuanträge auf Arbeitslosenhilfe sowie die revidierten Zahlen zum BIP-Wachstum in den USA. Von besonderem Interesse dürfte aber auch der Wochenbericht des US-Energieministeriums zum Ölmarkt sein. Das American Petroleum Institute meldete am Mittwochabend einen überraschenden Rückgang um 353.000 Barrel. Dies konnte dem Ölpreis allerdings nicht helfen. Gegen positive Nachrichten scheint der Markt gegenwärtig offensichtlich „immun“ zu sein.
Am Donnerstagvormittag präsentierte sich der Ölpreis mit erholten Notierungen. Bis gegen 8.00 Uhr (MESZ) verteuerte sich der nächstfällige WTI-Kontrakt um 0,23 auf 88,05 Dollar, während sein Pendant auf Brent um 0,13 auf 103,60 Dollar anzog.
Kupfer fällt auf Jahrestief
Die Ängste vor einem weltweiten Konjunktureinbruch führten auch bei Kupfer zu einem massiven Ausverkauf. Traditionell gilt das Industriemetall als extrem konjunktursensitiv, schließlich wird es in vielen Schlüsselindustrien nachgefragt. Auch aus charttechnischer Sicht trübt sich damit die Stimmung erheblich ein. Richtig ungemütlich könnte es werden, wenn die bei 3,28 Dollar verlaufende Unterstützung nicht halten sollte.
Am Donnerstagvormittag präsentierte sich der Kupferpreis mit stabilen Notierungen. Bis gegen 8.00 Uhr (MESZ) ermäßigte sich der am aktivsten gehandelte Future auf High Grade Copper (Juli) um 0,02 auf 3,3665 Dollar pro Pfund.
Bildquellen: iStock