von Jörg Bernhard
Seit Anfang Dezember kennen beide Ölsorten nur eine Richtung, und die weist nach oben. Doch auf dem erhöhten Kursniveau wird die Luft immer dünner. Zum einen weil wichtige Widerstände bislang noch nicht „geknackt“ wurden und zum anderen, weil Timingindikatoren wie die Bollingerbänder oder der Relative-Stärke-Index auf eine mögliche technische Korrektur hindeuten. In den vergangenen zwölf Monaten gab es beim RSI zweimal ähnlich überkaufe Phasen. Danach kam es zu Rückschlägen von in der Spitze 25 bzw. 9 Prozent.
Auf die in den USA erfolgte Veröffentlichung des BIP-Wachstums für das vierte Quartal 2012 reagierte der Ölpreis mit einem Rückschlag. Statt eines erwarteten Anstiegs um ein Prozent (Quelle: Bloomberg-Umfrage) wurde gegenüber dem Vormonat ein überraschendes Minus in Höhe von 0,1 Prozent gemeldet. Als nächstes warten die Investoren nun auf den Wochenbericht des US-Energieministeriums zum Rohölmarkt. Laut einer Bloomberg-Umfrage unter Analysten soll sich hier ein Lagerplus von 2,5 Millionen Barrel ergeben haben.
Am Mittwochnachmittag präsentierte sich der Ölpreis mit etwas höheren Notierungen. Bis gegen 14.45 Uhr (MEZ) verteuerte sich der nächstfällige WTI-Kontrakt um 0,10 auf 97,67 Dollar, während sein Pendant auf Brent um 0,27 auf 114,63 Dollar anzog.
Kupfer: Angriff auf Viermonatshoch
Der Kupferpreis bewegt sich in Richtung eines neuen Viermonatshochs. Zugleich entwickelt sich die Volatilität in tiefere Regionen. So hat sich seit Juli 2012 die historische 20-Tage-Volatilität auf aktuell 15 Prozent fast halbiert. Das rote Industriemetall genießt in Expertenkreisen einen guten Ruf als konjunktureller Frühindikator. Wer daran glaubt, braucht sich um die Weltkonjunktur aktuell keine Sorgen zu machen.
Am Mittwochnachmittag präsentierte sich der Kupferpreis mit stabilen Notierungen. Bis gegen 14.45 Uhr (MEZ) verteuerte sich der am aktivsten gehandelte US-Future auf High Grade Copper (März) um 0,042 auf 3,7335 Dollar pro Pfund.
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