von Jörg Bernhard
Sowohl die chinesische Industrieproduktion als auch die Einzelhandelsumsätze wiesen mit 9,2 bzw. 13,1 Prozent niedriger als prognostizierte jährliche Wachstumsraten aus. Nichtsdestotrotz erhöhte die chinesische Regierung die Preise für Diesel und Benzin erstmals seit fünf Monaten. Da sich die Inflation in China im Rückwärtsgang befindet und der August traditionell als wenig nachfragestarker Monat gilt, zog man die Preisschraube wieder an und korrigierte die von Mai bis Juli erfolgten drei Preissenkungen leicht. Aus charttechnischer Sicht bewegt sich aktuell vor allem die US-Sorte WTI in einer massiven Widerstandszone. Da in den USA vor dem Wochenende keine sonderlich wichtigen Konjunkturdaten zur Bekanntgabe anstehen, dürften die Chancen für weitere Preiszuwächse relativ gering ausfallen.
Am Freitagvormittag präsentierte sich der Ölpreis mit nachgebenden Notierungen. Bis gegen 7.45 Uhr (MESZ) ermäßigte sich der nächstfällige WTI-Kontrakt um 0,33 auf 93,03 Dollar, während sein Pendant auf Brent um 0,45 auf 112,77 Dollar zurückfiel.
Maispreis bleibt volatil
Die Dürre in wichtigen Maisanbauregionen der USA führt weiterhin zu reduzierten Ernteprognosen und der Sorge, dass Exportländer ihre Ausfuhren begrenzen könnten. Am Nachmittag veröffentlicht das US-Landwirtschaftsministerium neue Ernteschätzungen. Hier droht eine erneute Korrektur der bisherigen Prognosen nach unten. Die UNO weist darauf hin, dass ihr globaler Nahrungsmittelindex im Juli um sechs Prozent anzog, was den stärksten Anstieg seit November 2009 darstellte. Sollten Länder ihre Exporte stärker regulieren, drohen weitere Preiszuwächse, da viele Staaten mit schwachem Landwirtschaftssektor durch „Hamsterkäufe“ die Angebotslage verschlimmern könnten.
Am Freitagvormittag präsentierte sich der Maispreis mit etwas höheren Notierungen. Bis gegen 7.45 Uhr (MESZ) verteuerte sich der nächstfällige Future auf Mais um 5,40 auf 823,60 US-Cents pro Scheffel.
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