von Jörg Bernhard
Obwohl die Sorgen um Europa angesichts der Meldungen aus Spanien eher zu- als abgenommen haben, scheint der Verkaufsdruck etwas nachzulassen. An den Terminmärkten nahm die Skepsis laut COT-Report (Commitments of Traders) vom Freitag jedoch weiter zu. So reduzierte sich die kumulierte Netto-Long-Position (optimistische Markterwartung) der spekulativen Marktkräfte innerhalb einer Woche von 199.182 auf 189.437 Kontrakte (-4,9 Prozent) zum dritten Mal in Folge. Seit Anfang Mai ging es mit ihr sogar um 25 Prozent bergab. In den kommenden Tagen stehen mit den revidierten BIP-Zahlen für Q1 2012, den wöchentlichen Neuanträgen auf Arbeitslosenhilfe (beide Donnerstag) sowie dem Monatsbericht vom US-Arbeitsmarkt und dem ISM-Einkaufsmanagerindex (beide Freitag) wichtige Konjunkturdaten zur Bekanntgabe an.
Am Mittwochnachmittag präsentierte sich der Ölpreis mit schwachen Notierungen. Bis gegen 15.00 Uhr (MESZ) fiel der nächstfällige WTI-Kontrakt um 1,47 auf 89,29 Dollar, während sein Pendant auf Brent um 1,99 auf 104,69 Dollar zurückging.
Markanter Rebound bei Orangensaft
Der Future auf Orangensaftkonzentrat hat sich seit dem Jahreswechsel zeitweise halbiert – mittlerweile scheinen die Marktakteure aber wieder etwas Hoffnung zu schöpfen. So löste der über Florida tobende Tropensturm Beryl an den Märkten Ängste über zerstörte Plantagen aus. Dies brachte Spekulanten dazu ihre Short-Positionen aufzulösen, um Gewinne mitzunehmen. Sollte die diesjährige Hurrikan-Saison heftiger als erwartet ausfallen, könnten Minderernten dem Orangensaft wieder in höhere Kursregionen verhelfen.
Am Mittwochnachmittag präsentierte sich Orangensaft mit leicht nachgebenden Notierungen. Bis gegen 14.40 Uhr (MESZ) ermäßigte sich der am nächstfällige Future auf Orangensaftkonzentrat um 0,90 auf 110,75 US-Cents pro Pfund.
Bildquellen: iStock