von Jörg Bernhard
Wartungsarbeiten in der Nordsee haben die Produktionsmenge zuletzt markant absinken lassen. Gepaart mit den wachsenden geopolitischen Risiken in Syrien und im Iran war die jüngste Kursrally in erster Linie auf die Entwicklung auf die Unwägbarkeiten auf der Angebotsseite zurückzuführen. Schwache Konjunkturdaten aus der ganzen Welt würden indes eher fallende Ölpreise rechtfertigen. Am Vormittag wurde für Europa ein Anstieg des Handelsbilanzüberschusses von 5,4 auf 10,5 Milliarden Euro gemeldet. In den USA warten die Marktakteure nun auf den von der Uni Michigan ermittelten Index zum Konsumentenvertrauen (15.55 Uhr). Laut einer Bloomberg-Umfrage unter Analysten rechnen diese mit einem leichten Rückgang von 72,3 auf 72,0 Zähler.
Am Freitagnachmittag präsentierte sich der Ölpreis (vor allem Brent) mit schwächeren Notierungen. Bis gegen 15.00 Uhr (MESZ) ermäßigte sich der nächstfällige WTI-Kontrakt um 0,09 auf 95,91 Dollar, während sein Pendant auf Brent um 1,29 auf 113,98 Dollar zurückfiel.
Orangensaft: Sturmbedingte Unsicherheit
Die Befürchtung, dass sich ein Sturmtief zu einem Hurrikan entwickeln und Floridas Orangenplantagen heimsuchen könnte, hat zu hektischen Ausschlägen bei den Futures auf Orangensaftkonzentrat geführt. In den vergangenen sieben Jahren machten die in der Region gefürchteten Wirbelstürme einen Bogen um den Sunshine-State. Im Erntejahr 2011/2012 produzierte Florida 146,5 Millionen 90-Pfund-Kisten. Sollte diese Menge wetterbedingt deutlich geringer ausfallen, dürfte sich der Preis für Orangensaft in höhere Regionen bewegen. Zur Erinnerung: Anfang 2012 überwand er kurzzeitig sogar die Marke von 200 US-Cents.
Am Freitagnachmittag präsentierte sich der Orangensaft-Future mit etwas höheren Notierungen. Bis gegen 14.40 Uhr (MESZ) verteuerte sich der nächstfällige Kontrakt auf um 0,35 auf 120,70 US-Cents pro Pfund.
Bildquellen: Daniel Rennen/Pixelio