von Jörg Bernhard
Auf der Nachfrageseite herrscht derzeit jedoch eher Flaute. Sollten sich Republikaner und Demokraten im Haushaltsstreit nicht einigen, droht dem Land der unbegrenzten Möglichkeiten jedoch eine Rezession. Und auch dem Rest der Welt dürften die dann fälligen automatischen Steuererhöhungen und Ausgabenkürzungen nicht gut bekommen. Die europäische Rezession dürfte dann tiefer als erwartet ausfallen und auch in Deutschland wären negative Vorzeichen beim Wirtschaftswachstum wohl kaum zu vermeiden – aber noch ist es ja nicht so weit.
Am Freitagvormittag präsentierte sich der Ölpreis mit erholten Notierungen. Bis gegen 8.00 Uhr (MEZ) verteuerte sich der nächstfällige WTI-Kontrakt um 0,75 auf 86,64 Dollar, während sein Pendant auf Brent um 0,63 auf 108,54 Dollar anzog.
Palladium: Signifikanter Trendbruch
Edelmetalle sind bei Investoren derzeit keine erste Wahl. Obwohl die Fed alles andere als eine Abkehr von ihrer lockeren Geldpolitik an den Tag legt, haben die Edelmetalle den Rückwärtsgang eingelegt. Bei Palladium führte der jüngste Absacker sogar zu einem Bruch des kurzfristigen Aufwärtstrends. Die Enttäuschung über das Scheitern an der Marke von 700 Dollar war groß und zog massive Verkäufe nach sich. Nach einer schnellen Wiederaufnahme der Aufwärtsbewegung sieht es derzeit nicht aus. Sollten die Konjunkturängste weiter zunehmen, dürfte dies am Palladiumpreis nicht spurlos vorübergehen, schließlich hängt sein Wohl und Wehe in hohem Maße von der Autobranche ab. Dort läuft es (noch) relativ rund.
Am Freitagvormittag präsentierte sich der Goldpreis mit anziehenden Notierungen. Bis gegen 8.00 Uhr (MEZ) verteuerte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Palladium (März) um 6,70 auf 698,35 Dollar pro Feinunze.
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