von Jörg Bernhard
Statt eines prognostizierten Rückgangs der Verkäufe von 10,6 auf 10,0 Millionen Fahrzeuge fanden 10,8 Millionen Neuwägen einen neuen Besitzer. Da das jährliche Platinangebot etwa zur Hälfte in Katalysatoren verarbeitet wird, war das Kursplus bei Platin kein überraschender Reflex. Aus charttechnischer Sicht wird es nun aber ungemütlicher. Im Bereich von 1.500 Dollar treten nämlich Widerstände auf, deren nachhaltiges Überwinden relativ schwierig werden dürfte.
Am Freitagvormittag präsentierte sich der Platinpreis mit rückläufigen Notierungen. Bis gegen 8.00 Uhr (MESZ) ermäßigte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Platin (Oktober) um 5,60 auf 1.472,70 Dollar pro Feinunze.
Rohöl: Korrektur geht weiter
Nach der gestrigen Zinssenkung in Europa dürfte sich der Fokus an den Energiemärkten nun wieder auf die Konjunktur konzentrieren.
Am Nachmittag steht in den USA zum Beispiel der Monatsbericht des US-Arbeitsministeriums (14.30 Uhr) an. Laut einer Bloomberg-Umfrage unter Analysten soll die Arbeitslosenrate im Juni bei unveränderten 8,2 Prozent gelegen haben. Die Anzahl neu geschaffener Stellen soll hingegen von 69.000 auf 90.000 Jobs geklettert sein. Derzeit deutet alles darauf hin, dass der Ölpreis in dieser Woche erneut einen Kursgewinn erzielen könnte – angesichts des vor einer Woche vollzogenen Tagesgewinns von über neun Prozent war dies keine Selbstverständlichkeit.
Am Freitagvormittag präsentierte sich der Ölpreis mit nachgebenden Notierungen. Bis gegen 8.00 Uhr (MESZ) ermäßigte sich der nächstfällige WTI-Kontrakt um 0,91 auf 86,31 Dollar, während sein Pendant auf Brent um 0,84 auf 99,86 Dollar zurückfiel.
Bildquellen: Bloomberg