von Jörg Bernhard
Am Montag schwankte der nächstfällige WTI-Future in einer Bandbreite von 1,27 Dollar, während sein Pendant auf Brent mit 1,83 Dollar eine etwas breitere Range aufwies. Am Vormittag dürften sich die Akteure an den Energiemärkten vor allem für den ZEW-Konjunkturausblick interessieren. Beim Update für Oktober wurde eine Verschlechterung bei der Beurteilung der aktuellen Lage und eine Verbesserung bei der Einstufung der Erwartungen gemeldet. Eine interessante These wurde am gestrigen Montag von der Internationalen Energieagentur publik gemacht. In den kommenden zehn Jahren werden die USA bei der Ölproduktion Saudi-Arabien als weltgrößte Ölfördernation ablösen und vom Nettoimporteur zum Nettoexporteur mutieren. Bereits im vergangenen Halbjahr deckte das Land seinen Ölbedarf zu 83 Prozent aus eigenen Energiequellen. Nichtsdestotrotz attestieren die Energieexperten Saudi-Arabien auch in Zukunft eine wichtige Rolle bei der Deckung der globalen Ölnachfrage.
Am Dienstagvormittag präsentierte sich der Ölpreis mit nachgebenden Notierungen. Bis gegen 7.45 Uhr (MEZ) ermäßigte sich der nächstfällige WTI-Kontrakt um 0,41 auf 85,16 Dollar, während sein Pendant auf Brent um 0,401 auf 108,67 Dollar zurückfiel.
Platin: Solide Bodenbildung
Nach den streikbedingten Turbulenzen in südafrikanischen Minen zeichnet sich der Platinpreis derzeit durch eine solide Bodenbildung aus. Eine massive Unterstützungszone verläuft im Bereich von 1.540 Dollar. Sollte diese erfolgreich verteidigt und keine Hiobsbotschaften von der Weltkonjunktur – vor allem aus der Automobilindustrie – gemeldet werden, stehen die Chancen für einen signifikanten Rebound relativ gut.
Am Dienstagvormittag präsentierte sich der Platinpreis mit stabilen Notierungen. Bis gegen 7.45 Uhr (MEZ) ermäßigte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Platin (Januar) um 1,90 auf 1.564,90 Dollar pro Feinunze.
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