von Jörg Bernhard
Im September wurde beim US-Einzelhandel gegenüber dem Vormonat ein Anstieg um 1,1 Prozent gemeldet. Laut einer Bloomberg-Umfrage unter Analysten war mit einem Zuwachs um lediglich 0,7 Prozent gerechnet worden. Bis zur Wochenmitte stehen noch wichtige Konjunkturdaten aus Deutschland, Europa, China und den USA zur Bekanntgabe an. Dann wird sich zeigen, ob sich das Wachstum der Ölnachfrage weiter beruhigen wird. In diesem Zusammenhang spielt vor allem das Reich der Mitte eine wichtige Rolle. Die am Wochenende veröffentlichten Exportzahlen fielen erheblich besser als erwartet aus. Ein hohes Maß an Unsicherheit besteht allerdings vor allem hinsichtlich der weiteren Entwicklung der geopolitischen Risiken. Aus dem Iran, Syrien oder der Türkei könnten immer wieder Nachrichten kommen, die den Ölpreis trotz schwacher Nachfrage nach oben treiben.
Am Montagnachmittag präsentierte sich der Ölpreis mit stabilen Notierungen. Bis gegen 15.00 Uhr (MESZ) ermäßigte sich der nächstfällige WTI-Kontrakt um 0,08 auf 91,78 Dollar, während sein Pendant auf Brent um 0,45 auf 115,07 Dollar anzog.
Platin: Charttechnische Hochspannung
Bei Platin wird es spannend – vor allem aus charttechnischer Sicht. Nachdem sein Preis trotz der Streiks in südafrikanischen Platinminen zweimal an der Marke von 1.720 Dollar abgeprallt war, sorgen Gewinnmitnahmen für eine signifikante Abwärtsbewegung. Im Bereich von 1.620 bzw. 1.600 Dollar existieren markante Unterstützungszonen. Um weitere chartinduzierte Verkäufe zu vermeiden, sollte dieser Boden erfolgreich verteidigt werden.
Am Montagnachmittag präsentierte sich der Platinpreis mit nachgebenden Notierungen. Bis gegen 15.00 Uhr (MESZ) ermäßigte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Platin (Januar) um 14,30 auf 1.645,00 Dollar pro Feinunze.
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