von Jörg Bernhard
Aus charttechnischer Sicht existiert bei WTI-Rohöl im Bereich von 92 Dollar eine signifikante Unterstützung. Sollte sie nicht halten, würde sich Abwärtspotenzial bis in den Bereich von 88 Dollar eröffnen. Mit dem Unterschreiten der 200-Tage-Linie hat sich das charttechnische Sentiment zusätzlich verschlechtert, zumal deren Tendenz leicht nach unten weist. Bei gesunden Aufwärtstrends wird in der Regel eine steigende 200-Tage-Linie erwartet.
Am Freitagvormittag präsentierte sich der Ölpreis mit erholten Notierungen. Bis gegen 8.00 Uhr (MESZ) verteuerte sich der nächstfällige WTI-Kontrakt um 0,66 auf 93,08 Dollar, während sein Pendant auf Brent um 0,25 auf 110,28 Dollar anzog.
Platin: Rebound nach Absacker
Nach dem illegalen Streik der Arbeiter in der südafrikanischen Marikana-Mine einigte sich der Betreiber Lonmin auf eine Anhebung der Löhne um bis zu 22 Prozent. Dies stellt die höchste jemals durchgesetzte Lohnerhöhung in der südafrikanischen Minenindustrie dar. Die Einigung kam schneller als erwartet und ließ den Platinpreis zeitweise regelrecht abstürzen. Die Entwicklung in den vergangenen Wochen trieb die historische 20-Tage-Volatilität seit Mitte August um zehn Prozentpunkte auf über 25 Prozent nach oben. Damit bewegt sich die Risikokennzahl des zum Bau von Autokatalysatoren extrem wichtigen Edelmetalls nur noch knapp unter dem Niveau des als besonders volatil geltenden Silbers.
Am Freitagvormittag präsentierte sich der Platinpreis mit steigenden Notierungen. Bis gegen 8.00 Uhr (MESZ) verteuerte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Platin (Oktober) um 16,70 auf 1.640,60 Dollar pro Feinunze.
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