von Jörg Bernhard
Mit einem durchschnittlichen Tagesbedarf von 29,7 Millionen Barrel soll der Verbrauch sein diesjähriges Niveau um 400.000 Barrel unterschreiten. Dieser Negativtrend war an den Terminbörsen durch die spekulativen Marktkräfte begleitet worden. So ging es mit der kumulierten Netto-Long-Position (positive Markterwartung) großer und kleiner Spekulanten zum siebten Mal in Folge bergab. Laut jüngstem COT-Report (Commitments of Traders) reduzierte sich diese in der Woche zum 6. November von 174.849 auf 163.893 Kontrakte (-6,3 Prozent). Bei den Kleinspekulanten (Non-Reportables) war sogar – erstmals seit 13 Wochen – eine Netto-Short-Position (pessimistische Markterwartung) registriert worden. Die Sorge, dass die US-Konjunktur zum Jahreswechsel über die „Fiskalklippen“ abstürzen könnte, hat die Volaltilität (und damit auch das Risiko) bei WTI-Futures deutlich ansteigen lassen.Mit 29,17 Prozent übertrifft die historische 20-Tage-Volatilität die vergleichbare Risikokennzahl der Nordseemarke Brent (25,3 Prozent) recht deutlich.
Am Montagvormittag präsentierte sich der Ölpreis mit relativ stabilen Notierungen. Bis gegen 8.00 Uhr (MEZ) verteuerte sich der nächstfällige WTI-Kontrakt um 0,01 auf 86,08 Dollar, während sein Pendant auf Brent um 0,11 auf 109,29 Dollar zurückfiel.
Silber: Optimismus der Spekulanten lässt nach
An den Terminbörsen wächst unter den spekulativen Marktakteuren die Skepsis. Der am Freitagabend veröffentlichte COT-Report über die aktuellen Marktpositionen wies bei der kumulierten Netto-Long-Position großer und kleiner Spekulanten den geringsten Optimismus seit zwei Monaten aus. Diese reduzierte sich nämlich innerhalb einer Woche von 53.732 auf 49.678 Futures (-7,5 Prozent). Der Abbau des Long-Exposure war sowohl bei Großspekulanten (Non-Commercials) als auch bei Kleinspekulanten (Non-Reportables) zu beobachten.
Am Montagvormittag präsentierte sich der Silberpreis mit anziehenden Notierungen. Bis gegen 8.00 Uhr (MEZ) verteuerte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Silber (Dezember) um 0,071 auf 32,67 Dollar pro Feinunze.
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