von Jörg Bernhard
Die jüngste Achterbahnfahrt der Gefühle verursachte beim WTI-Future ein Tagesminus von 2,8 Prozent und bei der Nordseemarke Brent einen Verlust von 1,7 Prozent. Aus fundamentaler Sicht drückte das üppige Ölangebot bei zugleich nachlassender Nachfrage auf die Stimmung an den Energiemärkten. Wegen des morgigen US-Feiertags (Thanksgiving) erfolgt die Bekanntgabe der Neuanträge auf Arbeitslosenhilfe bereits am Mittwochnachmittag (14.30 Uhr), also einen Tag früher als üblich. Laut einer Bloomberg-Umfrage unter Analysten soll sich nach dem in der Vorwoche zu beobachtenden hurrikanbedingten Ausreißer nach oben die Zahl neuer Arbeitsloser von 439.000 auf 415.000 ermäßigen. Ein weiteres Highlight stellt zudem der Wochenbericht des US-Energieministeriums dar. Die Wahrscheinlichkeit für einen signifikanten Anstieg der gelagerten Ölmengen ist relativ groß. Am Dienstagabend meldete das American Petroleum Institute einen Rückgang um 1,9 Millionen Barrel.
Am Mittwochvormittag präsentierte sich der Ölpreis mit erholten Notierungen. Bis gegen 7.45 Uhr (MEZ) verteuerte sich der nächstfällige WTI-Kontrakt um 0,16 auf 86,91 Dollar, während sein Pendant auf Brent um 0,08 auf 109,91 Dollar anzog.
Silber: Industrienachfrage soll steigen
Das Silberinstitut prognostiziert für das Jahr 2012 zwar einen Rückgang der Industrienachfrage von 481,9 auf 454,4 Millionen Feinunzen, diese Schwäche soll aber bereits im kommenden Jahr mit einem Anstieg auf 484 Millionen Feinunzen wieder kompensiert werden. 2014 soll es einen weiteren Nachfrageboom auf 511,6 Millionen Unzen geben. Dies würde einem neuen Rekordwert entsprechen. Ein Rekordjahr gab es bei der industriellen Silbernachfrage im Jahr 2010.
Am Mittwochvormittag präsentierte sich der Silberpreis mit gehaltenen Notierungen. Bis gegen 7.45 Uhr (MEZ) verteuerte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Silber (Dezember) um 0,04 auf 32,97 Dollar pro Feinunze.
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