von Jörg Bernhard
Während die Anzahl offener Kontrakte (Open Interest) vom 20. bis 27. November von 1,50 auf 1,52 Millionen Kontrakte anzog, brach die Netto-Long-Position (optimistische Markterwartung) regelrecht ein. Sie reduzierte sich nämlich von 177.879 auf 137.254 Futures (-22,8 Prozent). Dies war vor allem auf einen massiven Ausbau des Short-Exposure zurückzuführen, welches im Berichtszeitraum von 162.871 auf 201.591 Kontrakte (+23,8 Prozent) ausgebaut worden war.
Aus fundamentaler Sicht bleiben die Ölmärkte weiterhin reichlich versorgt. Nicht nur Saudi-Arabiens Förderwut ist hierfür verantwortlich, auch in den USA und Russland läuft die Ölproduktion auf Hochtouren. Am Sonntag wurde gemeldet, dass Russland im November mit einer durchschnittlichen Tagesproduktion von 10,5 Millionen Barrel so viel Öl wie noch nie seit Auflösung der Sowjetunion gefördert hat. Im Vergleich zum Vorjahresmonat beläuft sich das Plus auf 1,5 Prozent. Da die globale Wirtschaft derzeit alles andere als wie geschmiert läuft, drohen mit Blick auf das Verhältnis zwischen Angebot und Nachfrage eher nachgebende Ölpreise. Als Unsicherheitsfaktor schweben aber weiterhin die geopolitischen Risiken in Syrien, Gaza und dem Iran wie ein Damoklesschwert über den Marktakteuren.
Am Montagvormittag präsentierte sich der Ölpreis mit stabilen Notierungen. Bis gegen 8.00 Uhr (MEZ) ermäßigte sich der nächstfällige WTI-Kontrakt um 0,03 auf 88,88 Dollar, während sein Pendant auf Brent um 0,13 auf 111,36 Dollar anzog.
Silber: Optimismus an den Terminmärkten
Laut aktuellem COT-Report gab es bei den spekulativen Marktkräften vom 20. bis 27. November bei der kumulierten Netto-Long-Position (optimistische Markterwartung) einen Anstieg von 55.186 auf 56.792 Kontrakte (+2,9 Prozent) zu beobachten – den dritten in Folge.
Am Montagvormittag präsentierte sich der Silberpreis mit steigenden Notierungen. Bis gegen 8.00 Uhr (MEZ) verteuerte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Silber (März) um 0,386 auf 33,665 Dollar pro Feinunze.