01.07.2013 07:58
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Rohöl: Tag der Einkaufsmanager

Rohöl: Tag der Einkaufsmanager
Rohöl und Silber
An den Energiemärkten steht der heutige Handelstag ganz im Zeichen wichtiger Einkaufsmanagerindizes. In China gab es diesbezüglich eine Enttäuschung.
von Jörg Bernhard

So fiel die Laune chinesischer Einkaufsmanager gegenüber dem Vormonat von 50,8 auf 50,1 Zähler. Werte unter 50 Punkte werden in der Finanzwelt als wirtschaftliche Schwächephase interpretiert. Im vergangenen Jahr landete ungefähr elf Prozent des globalen Angebots in China. Am Vormittag stehen noch diverse weitere Einkaufsmanagerindizes aus Frankreich, Deutschland, Großbritannien, der Eurozone und der Schweiz zur Bekanntgabe an. Werte über 50 Zähler dürften hier eher eine Ausnahme sein. Am Nachmittag erfahren die Investoren wie sich die Stimmung unter den US-Einkaufsmanagern im Juni entwickelt. Beim ISM-Einkaufsmangerindex soll es laut einer Bloomberg-Umfrage unter Analysten einen Anstieg von 49,0 auf 50,5 Punkte gegeben haben.
Am Montagvormittag präsentierte sich der Ölpreis mit stabilen Notierungen. Bis gegen 7.45 Uhr (MESZ) ermäßigte sich der nächstfällige WTI-Kontrakt um 0,01 auf 96,55 Dollar, während sein Pendant auf Brent um 0,08 auf 102,08 Dollar zurückfiel.

Silber: Großspekulanten verkaufen weiter

Der am Freitag veröffentlichte COT-Report wies unter den Großspekulanten einen rückläufigen Optimismus aus, während Kleinspekulanten wieder bullisher wurden. Die kumulierte Netto-Long-Position (optimistische Markterwartung) dieser Marktakteure fiel in der Woche zum 25. Juni von 5.952 auf 4.153 Kontrakte auf den tiefsten Stand seit über 17 Jahren zurück. Bei den Großspekulanten rutschte die Netto-Long-Position von 3.904 auf 897 Futures ab. Damit gibt es nur noch eine knappe Mehrheit von Optimisten unter dieser Gruppe von Marktakteuren. Aus charttechnischer Sicht vollzog der Silberpreis einen markanten Rebound nachdem er vor dem Wochenende an der Marke von 18 Dollar „kratzte“. Besonders auffällig: Seit Anfang Juni hat sich die historische 20-Tage-Volatilität auf über 45 Prozent mehr als verdoppelt. Verglichen mit Gold fällt diese Risikokennzahl derzeit um den Faktor 1,5 höher aus und wird damit seinem Ruf, riskanter als Gold zu sein einmal mehr gerecht.
Am Montagvormittag präsentierte sich der Silberpreis mit erholten Notierungen. Bis gegen 7.45 Uhr (MESZ) verteuerte sich der am aktivsten gehandelte US-Future auf Silber (September) um 0,245 auf 19,715 Dollar pro Feinunze.

Bildquellen: ded pixto / Shutterstock.com
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