27.06.2012 08:14
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Rohöl: Technische Erholung lässt auf sich warten

Rohöl: Marktstimmung bleibt schlecht
Rohöl und Silber
Der am Dienstagabend veröffentlichte Wochenbericht des American Petroleum Institute wies einen Anstieg um 507.000 Barrel aus. Der Ölpreis reagierte darauf kaum.
von Jörg Bernhard

Das Angebot an Rohöl übertrifft den derzeitigen Bedarf deutlich. Dies gilt vor allem für die USA, wo unkonventionell gefördertes Rohöl aus Schiefergestein und Ölsand zu einer regelrechten Ölschwemme geführt hat. Die Amerikaner konnten dadurch ihre Abhängigkeit von Lieferanten aus geopolitischen Krisenregionen deutlich reduzieren. Doch unkonventionelle Ölproduktion ist sehr teuer. Sollte der Ölpreis seine Talfahrt verstärken, wäre die Profitabilität vieler Ölfirmen gefährdet.
Am Nachmittag stehen wieder einige wichtige Konjunkturdaten zur Bekanntgabe an. Den Anfang macht der Auftragseingang langlebiger Wirtschaftsgüter (14.30 Uhr) für den Monat Mai. Laut einer Bloomberg-Umfrage unter Analysten soll es hier gegenüber dem Vormonat zu einem Plus von 0,4 Prozent gekommen sein. Um 16.30 Uhr folgt dann noch der Rohöl-Wochenbericht des US-Energieministeriums. In den vergangenen Wochen hat sich das Angebot an Öl bei tendenziell schwächerer Nachfrage markant erhöht, was für den Preis des fossilen Energieträgers keine gute Kombination darstellt.
Am Mittwochvormittag präsentierte sich der Ölpreis mit relativ stabilen Notierungen. Bis gegen 8.00 Uhr (MESZ) ermäßigte sich der nächstfällige WTI-Kontrakt um 0,04 auf 79,32 Dollar, während sein Pendant auf Brent um 0,21 auf 92,81 Dollar zurückfiel.

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Silber: Alarmstufe Rot

Aus charttechnischer Sicht läuten bei Silber die Alarmglocken derzeit besonders laut. Grund: Die Angst vor einem weltweiten Konjunktureinbruch hat den Silberpreis massiv nach unten gedrückt, da in diesem Fall ein Einbruch der industriellen Nachfrage drohen würde. Knapp oberhalb von 26 Dollar drehte das Edelmetall im September und Dezember vergangenen Jahres schon einmal nach oben. Sollte diese Marke fallen, drohen chartinduzierte Verkäufe. Die 200-Tage-Linie weist derzeit klar nach unten, was normalerweise als negativer Faktor interpretiert wird. So viel steht fest: Die Spannung steigt.
Am Mittwochvormittag präsentierte sich der Silberpreis mit stabilen Notierungen. Bis gegen 8.00 Uhr (MESZ) ermäßigte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Silber (Juli) um 0,053 auf 26,985 Dollar pro Feinunze.

Bildquellen: iStock

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