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03.02.2012 15:12

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ROHSTOFF-BERICHT

Kältewelle lässt Weizenpreise steigen



Die Kältewelle könnte in Osteuropa zu Ernteausfällen führen
Vor allem in der Ukraine und Russland drohen erhebliche Ausfälle. Auch der Ölpreis zieht an, Grund sind die guten Daten zum US-Arbeitsmarkt.

von Jörg Bernhard €uro am Sonntag online

Der verspätete Einzug des Winters in Europa könnte zu Einbußen bei der nächsten Weizenernte führen und – zumindest in Europa – den Preis weiter nach oben treiben.

Vor allem in der Ukraine und Russland drohen erhebliche Ausfälle. Aber auch in der EU sind Minderernten nicht auszuschließen, da der zuvor ausgesprochen milde Winter die Entwicklung der Aussaaten gefördert hat. Nun könnte es bei länger anhaltendem Frost zu Schäden kommen. Der an der Liffe gehandelte Weizen-Future gab zwar zuletzt wieder nach, das Abwärtspotenzial dürfte angesichts der Wetterprobleme aber relativ begrenzt sein.

Am Freitagnachmittag präsentierten sich europäischer Weizen etwas schwächer und US-Weizen mit anziehenden Notierungen. Bis gegen 15.00 Uhr (MEZ) verteuerte sich der nächstfällige Future auf US-Weizen um 5,40 auf 668,20 US-Cents pro Scheffel, während der an der Liffe gehandelte Kontrakt auf Weizen um 1,25 auf 215,50 Euro pro Tonne zurückfiel.

Öl profitiert von Arbeitsmarktdaten

Statt einer bei 8,5 Prozent stagnierenden Arbeitslosenrate gab es einen Rückgang auf 8,3 Prozent. Die Zahl neu geschaffener Stellen stieg von 200.000 auf 243.000 an und fiel damit deutlich besser als erwartet aus. Um 16.00 Uhr stehen zwei weitere Konjunkturindikatoren zur Veröffentlichung an: der Auftragseingang in der Industrie sowie der ISM-Einkaufsmanagerindex für den Dienstleistungssektor. Der am Mittwoch veröffentlichte Barometer der Einkaufsmanager aus dem Produzierenden Gewerbe fiel mit 54,1 Punkten zwar etwas schlechter als erwartet aus, mit deutlich über 50 zeigte er aber moderates Wirtschaftswachstum an. Laut einer Bloomberg-Umfrage unter Analysten soll es im Dienstleistungssektor im Januar einen Anstieg von 52,6 auf 53,3 Zähler gegeben haben.

Am Freitagnachmittag präsentierte sich der Ölpreis mit uneinheitlichen Notierungen. Bis gegen 15.00 Uhr (MEZ) ermäßigte sich der nächstfällige WTI-Kontrakt um 0,41 auf 96,77 Dollar, während sein Pendant auf Brent um 1,36 auf 113,43 Dollar anzog.

Bildquellen: istockphoto

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