11.03.2013 10:22
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Chavez tot - kommt jetzt die Rohöl-Schwemme?

Überraschend kam die Nachricht vom Tod Hugo Chavez nicht.
Immerhin litt der ehemalige Präsident Venezuelas bereits seit längerer Zeit an einer unheilbaren Krebs-Erkrankung. Ob das Ableben des postkommunistisch angehauchten Politikers für die Bevölkerung ein Segen oder eher einen Fluch darstellt, soll jedoch nicht unser Thema sein. Wir wollen stattdessen lieber der Frage nachgehen, ob dieses Ereignis eine Öl-Schwemme auslösen könnte.
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Kurzfristig kaum Veränderungen!

Theoretisch sicherlich! Schließlich verfügt das süd-amerikanische Land über fast 18 Prozent der weltweit bekannten Öl-Reserven. Saudi-Arabien sitzt lediglich auf 16 Prozent (Kanada elf Prozent). Dennoch wird es aus politischen Gründen - zumindest in absehbarer Zeit - nicht zu einer Öl-Schwemme kommen. Bei Neuwahlen gilt Chavez sozialistische Partei als klarer Favorit. Damit wird sich an der grundsätzlichen Linie (USA als Feindbild, Öl als Druckmittel) nicht viel ändern, zumal die Investitions-Bereitschaft nach den von Chavez vorgenommenen Enteignungen ausländischer Groß-Konzerne nicht die größte sein dürfte. Und ohne diese finanziellen Mittel wird es schwierig, den Öl-Ausstoß zeitnah zu erhöhen, auch eigene Raffinerien teilweise in einem erbärmlichen Zustand sind.

Output steigerungsfähig!

Längerfristig sieht es etwas anders aus: Trotz der gewaltigen Reserven produziert Venezuela nur drei Prozent der weltweiten Öl-menge (Saudi-Arabien 13 Prozent). Diese Zahlen zeigen, dass das Land in Sachen Öl-Produktion ein erhebliches Steigerungspotential besitzt. Um dieses umzusetzen, sind aber geänderte politische Bedingungen erforderlich, nach denen es zur Stunde allerdings nicht „riecht“. Von daher brauchen Öl-Bullen nicht in Panik zu geraten!

Marc Nitzsche ist Chefredakteur des Rohstoff-Trader Börsenbriefs. Der Börsenbrief ist ein Spezialist für Rohstoffe und bietet konkrete Kaufempfehlungen mit Analysen und Kursprognosen. Mehr Infos unter: www.rohstoff-trader.de

Der obige Text spiegelt die Meinung des jeweiligen Kolumnisten wider. Die finanzen.net GmbH übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche Regressansprüche aus.

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Nachdem sich die OPEC zuletzt auf eine Begrenzung der Ölförderung verständigt hat, will sie nun weitere Nicht-Mitgliedstaaten, dazu bewegen, sich an einer Drosselung zu beteiligen. Dies dürfte nicht ohne Folgen für den Ölpreis bleiben.
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