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23.02.2009 08:57

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KOLUMNE

Rohstoff-Trader-Kolumne: Chinas begehrtester Rohstoff!


In Zeiten wie diesen innerhalb derer die Kreditmärkte größtenteils zugefroren sind und viele Firmen enorme Probleme dabei haben sich zu refinanzieren, ist Cash einer der begehrtesten Rohstoffe überhaupt. Mit einem gigantischen Vermögen geparkt in amerikanischen Staatsanleihen, hat China genügend von dieser äußerst attraktiven Ware.

Während die Medien und Untergangspropheten ununterbrochen über den schlechten Zustand der Weltwirtschaft sprechen und man meinen könnte, dass sich die Welt nie wieder erholen wird, denken die chinesischen Strategen langfristig. Sie wissen, dass sich die Wirtschaft in Zyklen bewegt und es auch wieder aufwärts gehen wird, was womöglich schneller der Fall sein könnte als von vielen angenommen. Dann wird das chinesische Wachstum wieder die Marke von zehn Prozent überqueren und die alten Probleme die bereits die letzten Jahre zugegen waren kommen zurück. Hierbei handelt es sich um die enorm hohe Menge an Rohstoffen die China von Jahr zu Jahr konsumiert um die Wirtschaft und das gigantische Wachstum am Leben zu erhalten.

Wer zwischen den Zeilen liest kann derzeit eine interessante Strategie Chinas erkennen. Das Reich der Mitte kauft weltweit Rohstoffunternehmen auf und arbeitet mit Regierungen zusammen, um ebenso Kredite für Firmen sowie neue Projekte im Rohstoffbereich zu vergeben. Beispielsweise wurde erst in der letzten Woche ein interessanter Deal zwischen China und Russland bekannt. Die China Development Bank vergab einen 25 Milliarden schweren Kredit an die beiden Energieunternehmen OAO Transneft und OAO Rosneft. Im Gegenzug sicherte sich die chinesische Regierung Extraimporte in Höhe von 300.000 Barrel an Rohöl über die nächsten 20 Jahre. Dies entspricht zum gegenwärtigen Zeitpunkt zehn Prozent der chinesischen Nachfrage und gibt China weiteren Platz zum Wachsen.

Andere interessante Deals die die Akquisitionsstrategie der Chinesen untermauern zeigen sich in Australien. Die China Minmetals Corp. offerierte 1,7 Milliarden US-Dollar um die australische OZ Minerals zu kaufen und die Aluminum Corp of China plant ein Investment von knapp 20 Milliarden US-Dollar in Rio Tinto.

Wir gehen davon aus, dass China weitere Investments tätigen wird. Des Weiteren sehen wir eine Reihe an Übernahmen im Rohstoffsektor sobald sich die Kreditmärkte wieder beruhigen. Die Bewertung vieler Rohstoffunternehmen ist sehr günstig, weswegen wir einige Ziele sehen die in den kommenden Monaten aufgekauft werden könnten. Das Problem ist jedoch meist die Finanzierung dieser Deals und hier ist China momentan den meisten voraus.



Marc Nitzsche ist Chefredakteur des Rohstoff-Trader Börsenbriefs. Der Börsenbrief ist ein Spezialist für Rohstoffe und bietet konkrete Kaufempfehlungen mit Analysen und Kursprognosen. Mehr Infos unter: www.rohstoff-trader.de

Der obige Text spiegelt die Meinung des jeweiligen Kolumnisten wider. Die Smarthouse Media GmbH übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche Regressansprüche aus.

Kommentare zu diesem Artikel

Erulehto schrieb:
24.02.2009 12:00:21

...und auf jedenfall die Finger von Staatsanleihen und Rente lassen - beides kann nicht einmal die normal übliche Inflation weg machen. Und ist immer ein Minusgeschäft...

Erulehto schrieb:
24.02.2009 11:50:59

...eine Währungsreform ist unausweichlich. Bereits vor der Krise existierte mehr Geld als Güter und Dienstleistungen für kaufbar waren. Jetzt kommen nochmals tausende Milliarden an neuem Geld hinzu. Das kann nur wieder durch einen Währungsschnitt... abgebaut werden bzw muss an Gold gebunden werden..

Erulehto schrieb:
24.02.2009 11:43:23

...angesichts von Hyperinflation und Massenarbeitslosigkeit heißt die Strategie, Gold und besonders Silber, sowie Lebensmittelvorräte. Kurz vorm platzen der sich noch bildenen Edelmetallspekulationsblase heißt es verkaufen und ab in den Aktien markt, bevor die Währungsreform kommt...

Erulehto schrieb:
24.02.2009 11:41:04

...ich spreche bereits seit 3-4 Monaten von einen Dax-Stand von ca. 2.000 Punkten und einen Dow-Stand von ca. 4.000 Punkten. Was seit kurzen auch sogenannte Börsen-Gurus meinen. Angesichts einer nochmals bevorstehenden Halbierung kann man von Aktien nur dringenst abraten...

Erulehto schrieb:
24.02.2009 11:39:06

...somit ist es natürlich klug seine Geldbestände zu investieren, besonders in Enerigieträger/Rohstoffe, besonder Öl und Uran und auch Silber, welches in den nächsten Jahren immer knapper und immer mehr gebraucht werden wird. Aber bereits jetzt einzusteigen wäre verfrüht...

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