10.09.2013 10:10
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Südafrika – Minen-Arbeiter-Streik als Kurs-Turbo fürs gelbe Metall?

Seit Mitte dieser Woche sind die etwa 90.000 südafrikanischen Gold-Minen-Arbeiter, die der National Union of Mineworkers (NUM) angehören, erneut in den Ausstand getreten,...
... nachdem Verhandlungen über Lohn-Erhöhungen zu keinem Ergebnis führten. Und da der Kap-Staat nach wie vor zu den weltweit größten Gold-Produzenten gehört, fragen sich viele Anleger nicht zu Unrecht, ob dieser Streik den zuletzt wieder deutlich festeren Gold-Preisen weiteren Auftrieb verleihen kann.

Massive Produktions-Ausfälle!

Schätzungen zufolge wird die Arbeits-Niederlegung zu Produktions-Ausfällen in einem Gegenwert von mehr als 30 Millionen US-Dollar pro Tag führen. Sollte der Streik - wie von einem NUM-Sprecher angekündigt - im schlimmsten Fall bis Jahresende dauern, würde der südafrikanische Gold-Ausstoß für den Rest des Jahres 2013 nahezu vollständig zum Erliegen kommen. In diesem Fall könnten die Preise des gelben Metalls tatsächlich explodieren. Besonders wahrscheinlich ist dieses Szenario allerdings nicht. Denn ein derart langer Streik hätte voraussichtlich die Schließung zahlreicher Minen zur Folge, wodurch die Gewerkschaft ihren Mitgliedern letztlich einen Bärendienst sondergleichen erweisen würde.

Einigung wahrscheinlich!

Von daher darf davon ausgegangen werden, dass es zeitnah zu einer Einigung zwischen den Parteien kommt. Dies gilt umso mehr, als die NUM mittlerweile nur noch zehn Prozent mehr Lohn fordert. Ursprünglich war von Erhöhungen bis zu 60 Prozent die Rede. Das Angebot der Minen-Betreiber liegt aktuell bei sechs Prozent. Auch wenn der Spielraum der Arbeitgeber wegen des niedrigeren Gold-Preises begrenzt ist, dürfte der Streik bald beendet sein.

Marc Nitzsche ist Chefredakteur des Rohstoff-Trader Börsenbriefs. Der Börsenbrief ist ein Spezialist für Rohstoffe und bietet konkrete Kaufempfehlungen mit Analysen und Kursprognosen. Mehr Infos unter: www.rohstoff-trader.de

Der obige Text spiegelt die Meinung des jeweiligen Kolumnisten wider. Die finanzen.net GmbH übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche Regressansprüche aus.

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