Rohstoffe-Go - Stuttgart (www.rohstoffe-go.de) Jahrelang hatte der Urangigant
Cameco erklärt, man wolle sich aus dem Goldgeschäft zurückziehen. Nun wird dieser Schritt vollzogen: Der Uranproduzent kündigte schließlich doch an, nun seinen 48,5-prozentigen Anteil am Goldproduzenten Centerra
Gold zu veräußern.
Ein Konsortium unter der Führung von CIBC World Markets und RBC Capital Markets hat zugestimmt, die rund 88,6 Millionen Centerra-Aktien (WKN A0B6PD), die Cameco (WKN 882017) hält zum Preis von 10,25 CAD je
Aktie zu übernehmen. Der erst der insgesamt 113,9 Millionen Centerra-Anteile geht an die Staatsfirma Kyrgazaltyn JSC.
Bereits im April hatte Centerra erklärt, eine Vereinbarung mit der Republik Kirgisistan erreicht zu haben, die die Übertragung von rund 25,3 Millionen der von Cameco gehaltenen
Aktien an die Regierung vorsah. Zu dieser Zeit hatten Analysten vorhergesagt, dass diese Investmentvereinbarung in Bezug auf das Kumtor-Projekt von Centerra zu einer zeitnahen Veräußerung des Cameco-Anteils führen werde.
Es wird davon ausgegangen, dass Cameco aus der Transaktion Nettoerlöse von 872 Millionen CAD vor Kosten zufließen. Das Unternehmen erklärte, den Nettoerlös für allgemeine Unternehmenszwecke einsetzen zu wollen, hauptsächlich aber zur Erweiterung des Kernurangeschäfts, da man das Ziel verfolge, die Uranproduktion zu verdoppeln.
Centerra Gold wird keinerlei Erlöse aus dem Verkauf der Aktien erhalten. Allerdings wird der Ausstieg von Cameco dem Management des kleineren Unternehmens Freiheiten geben, die im bürokratischen Apparat eines der größten Uranproduzenten weltweit nicht zu finden waren.
Cameco hatte Centerra 2004 als Spin-off ausgegliedert. Das Unternehmen betreibt Minen in Kirgisistan und der Mongolei.