von Marc Hofmann, Euro am Sonntag
Der US-Minenbetreiber Freeport steigt wieder ins Ölgeschäft ein. Am Mittwoch kündigte der auf den Abbau von Gold und Kupfer spezialisierte Konzern den Rückkauf seiner 1994 veräußerten Erdöltochter McMoRan an (ISIN: US 582411 104 2). Zudem wollen die Amerikaner auch den Öl- und Erdgaskonzern Plains Exploration & Production (ISIN: US 726 505 100 0) übernehmen. Insgesamt haben die Zukäufe ein Volumen von 20 Milliarden US-Dollar. Freeport steigt dadurch zum fünftgrößten Rohstoffkonzern der Erde auf.
Bereits heute sind die drei Unternehmen eng miteinander verflochten. So ist Freeport-Chef James Moffett parallel Aufsichtsratsmitglied bei McMoRan. Ebenso stellt Plains zwei Aufsichtsräte bei McMoRan und kontrolliert darüber hinaus 30 Prozent der Aktien des Konzerns. Für Freeport ist Plains vor allem aufgrund seiner umfangreichen Reserven interessant. Das Unternehmen verfügt über mehrere Ölfelder in Kalifornien sowie über das Eagle-Ford-Schiefergasfeld in Texas. Zudem erwarb Plains vor Kurzem einige Ölfelder und Bohrplattformen im Golf von Mexiko aus dem Nachlass von BP. McMoRan bringt dem neuen Rohstoffgiganten wiederum wertvolles Know-how im Bereich der Tiefseebohrungen ein.
Generell begrüßten die Freeport- Aktionäre den Wiedereinstieg ins Ölgeschäft, monierten jedoch den Anstieg der Verschuldung. Allein 9,5 Milliarden US-Dollar wird sich der Konzern von JP Morgan leihen müssen, um den Deal zu stemmen. Die Aktie geriet nach Bekanntwerden des Geschäfts unter Druck.
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