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18.01.2012 15:19

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Goldpreis – Was bringt das Jahr 2012?


Gold gehörte im vergangenen Jahr erneut zu den großen Gewinnern an den weltweiten Kapitalmärkten.

Bereits zum elften Mal in Folge beendete das Edelmetall ein Börsenjahr mit einem Aufschlag und markierte Anfang September 2011 bei rund 1.920 US-Dollar je Feinunze ein neues Rekordhoch. In den folgenden Monaten kam es dann zu einem Rücksetzer. Seit Ausbildung des neuen Hochs fiel der Preis für Gold in der Folge auf rund 1.570 US-Dollar je Feinunze zurück. Kurz vor Silvester gab es eine erneute Korrektur. Anleger sehen sich, nach dem stetigen Aufwärtstrend der vergangenen Jahre , nun also mit einem ungewohnten Verhalten des Goldpreises konfrontiert. Ein weiteres, auffälliges Merkmal ist die zuletzt sehr hohe Korrelation von Gold mit anderen Anlageklassen wie beispielsweise Aktien. So verzeichnete der Goldpreis bei Einbrüchen der Aktienmärkte analoge Abschläge. Aufgrund dieser neuartigen Analogie stellen Marktbeobachter bereits zunehmend den Status von Gold als „sicheren Hafen“ in Frage.

Ein Beispiel hierfür zeigte sich im Laufe der letzten Woche, als der Goldpreis nach einem positiven Kursverlauf in den vorigen Tagen angesichts der Herabstufung von neun Euroländern, inklusive Frankreich, stark unter Druck geriet. Außerdem unterstützte der starke US-Dollar diesen Effekt. Die US-Währung zeigt sich im Verhältnis zu vielen anderen Währungen inzwischen stark verteuert. Da Gold in US-Dollar gehandelt wird, führt ein stärkerer US- Dollar zu einem höheren Goldpreis für Investoren aus anderen Währungsräumen. Die Folge: Eine deutlich geringere globale Nachfrage, denn die nachlassende Nachfrage betrifft mit Indien und China die beiden größten Käufer von Gold. Durch den Einbruch der Rupie beispielsweise ist das Edelmetall in Indien gerade besonders teuer. In Euro gerechnet fallen die Preisrückgänge der vergangenen Monate übrigens deutlich gemäßigter aus: Grund ist die europäische Finanzkrise, die den Euro gegenüber dem US-Dollar und anderen Währungen schwächt. Ein weiterer Faktor der den Preis des Edelmetalls drückt, ist die globale Minenproduktion, die aufgrund des hohen Goldpreises deutlich zunahm. Daraus resultiert ein Anstieg des Goldangebots.

Allerdings erscheint es auf absehbare Zeit als unwahrscheinlich, dass Gold gänzlich an Wichtigkeit einbüßt. Gerade angesichts der gegenwärtig geringen bzw. negativen Realzinsen für vergleichsweise sichere Anlagen wie US-Bonds und Bundesanleihen ist eine Abschwächung der weltwirtschaftlichen Relevanz momentan kaum denkbar. Es besteht die Gefahr, dass in Staatsanleihen angelegtes Geld an Kaufkraft verliert, denn eine lockere Geldpolitik der Notenbanken kann zu niedrigen Renditen bei Staatsanleihen führen. Angesichts des niedrigen Zinsniveaus gibt es also durchaus Argumente für ein Goldinvestment. Dennoch, zu euphorisch sollte man nicht sein. Die expansive Geldpolitik der Notenbanken ist in erster Linie dem Zweck geschuldet, die Lage an den Finanzmärkten zu stabilisieren. Gelingt dies, könnte entsprechend auch die Attraktivität von Gold wieder nachlassen.

Die momentan hohe Volatilität des Goldpreises bietet Anlegern jedoch auch Chancen. Inline-Optionsscheine beispielsweise ermöglichen es, von einer fallenden Volatilität zu profitieren. Voraussetzung für eine Rückzahlung in Höhe des Nennwerts ist, dass sich der Goldpreis innerhalb einer festgelegten Zeitspanne nur in einer gewissen Bandbreite bewegt.

Der Inline-Optionsschein (WKN: SG2EVA) bietet zum Beispiel eine interessante Möglichkeit von eben genanntem Szenario zu profitieren. Der Optionsschein ist mit einem oberen und einem unteren Knock-Out-Level ausgestattet, die gemeinsam einen Kurskorridor bilden, in dem sich der Basiswert im Idealfall während der Laufzeit bewegen sollte. Im vorliegenden Fall befindet sich das untere KO-Level bei 1.175,00 US-Dollar und das obere KO-Level bei 1.925,00 US-Dollar. Solange der Kurs des Basiswerts bis zum finalen Bewertungstag des Optionsscheins (08.06.2012)weder das obere noch das untere Knock-Out-Level berührt bzw. durchbricht, erhält der Anleger eine Rückzahlung in Höhe von 10,00 Euro pro Inline-Optionsschein. Sollte jedoch eines der beiden Knock-Out-Level zu irgendeinem Zeitpunkt während der Laufzeit berührt oder durchbrochen werden, verfällt der Inline-Optionsschein nahezu wertlos.

Andreas Kotula ist Zertifikate-Experte bei Société Générale. Er ist zuständig für das Marketing von Zertifikaten und Optionsscheinen sowie von Lyxor Exchange Traded Funds (ETFs).

Der obige Text spiegelt die Meinung des jeweiligen Kolumnisten wider. Die finanzen.net GmbH übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche Regressansprüche aus.

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