von Jörg Bernhard
Der Open Interest, also die Anzahl offener Silber-Futures, war im Berichtszeitraum (7. bis 14. August) deutlich angestiegen, und zwar von 124.276 auf 128.993 Kontrakte (+3,8 Prozent). Bei der kumulierten Netto-Long-Position (optimistische Markterwartung) großer und kleiner Spekulanten kam es ebenfalls zu einem signifikanten Zuwachs. Sie kletterte nämlich von 21.852 auf 23.402 Kontrakte (+7,1 Prozent). Die wachsende Zuversicht war vor allem auf die Aktionen der Großspekulanten (Non- Commercials) zurückzuführen. Diese bauten ihre Netto-Long-Position von 13.680 auf 15.587 Kontrakte (+13,9 Prozent) aus. Bei den Kleinspekulanten (Non-Reportables) war hingegen ein Rückgang der Netto-Long-Position registriert worden. Sie reduzierte sich von 8.172 auf 7.815 Futures (-4,4 Prozent).
Massiver Boden bei 26 Dollar
Der Silberpreis hangelt sich in Trippelschritten in höhere Kursregionen. Damit setzt sich die seit Mitte Mai zu beobachtende Bodenbildung weiter fort – und das bei relativ geringen Schwankungen. Die Mehrheit der Analysten traut dem traditionell günstigsten aller Edelmetalle noch viel zu. Laut der bei der Nachrichtenagentur Bloomberg aufgeführten Analysten-Kursziele ergeben diese im Durchschnitt einen Wert von 34,29 Dollar. Auf Basis der aktuellen Marktdaten entspräche dies einer Gewinnchance von 22 Prozent. Am optimistischsten ist die Deutsche Bank (43,00 Dollar) gestimmt, am pessimistischsten geben sich die Rohstoffexperten von VTB Capital (20,00 Dollar). Seit dem Jahreswechsel erzielte Silber einen leichten Kursgewinn von 1,3 Prozent – auf Sicht von 12 Monaten sieht die Bilanz mit minus 29,4 Prozent allerdings recht trostlos aus. Unter charttechnischen Aspekten ist es wichtig, dass die bei 26 Dollar verlaufende Unterstützungszone auf keinen Fall unterschritten wird.
Bildquellen: Julian Mezger