von Jörg Bernhard
Zum einen kam die Baisse genau an der Unterstützungszone von 26,50 Dollar zum Erliegen. Zeitgleich generierte der Timingindikator Relative-Stärke-Index (RSI) mit dem Überwinden der Marke von 30 Prozent ein klares Kaufsignal. Im Herbst 2011 passierte das ebenfalls. Danach gelang dem Silberpreis eine Erholung um in der Spitze mehr als 30 Prozent. Geht man aktuell von einer ähnlichen Entwicklung aus, könnte das Edelmetall im Rahmen dieser Korrekturphase zumindest auf 32 Dollar – die nächste Widerstandszone – ansteigen. Weil Silber nicht nur bei Investoren als Vermögensschutz, sondern auch in zahlreichen Industriesektoren nachgefragt wird, könnte ein Best-Case-Szenario für Silber möglicherweise so aussehen: Ein scharfer globaler Konjunktureinbruch bleibt aus und die Notenbanken greifen an den Finanzmärkten weiterhin mit Stützungsaktionen ein, so dass das Vertrauen in Papiergeld nachlässt und im Gegenzug Silber als ein Hort der Sicherheit an Ansehen gewinnt.
Am Dienstagvormittag präsentierte sich der Silberpreis mit anziehenden Notierungen. Bis gegen 8.05 Uhr (MESZ) verteuerte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Silber (Juli) um 0,129 auf 28,45 Dollar pro Feinunze.
Rohöl: Bodenbildung geht weiter
Nach sechs Verlusttagen in Folge gelang dem WTI-Future am gestrigen Donnerstag wieder einmal ein Tagesgewinn. Die Hoffnung, dass die Regierung in China Maßnahmen zur Stützung der Wirtschaft ergreifen könnte, hat die Investoren in Kauflaune versetzt. Obwohl das Angebot an Öl die Nachfrage derzeit bei weitem übertrifft, halten die Analysten von Goldman Sachs eine künftige Verknappung für möglich. Nach Börsenschluss wird der Branchenverband American Petroleum Institute seinen Wochenbericht vorlegen, wo sich die Marktakteure erfahrungsgemäß für die Lagermengen besonders stark interessieren. Hier ging es in den vergangenen Wochen ausschließlich in eine Richtung – und zwar nach oben.
Am Dienstagvormittag präsentierte sich der Ölpreis mit erholten Notierungen. Bis gegen 8.05 Uhr (MESZ) verteuerte sich der nächstfällige WTI-Kontrakt um 0,39 auf 92,96 Dollar, während sein Pendant auf Brent um 0,19 auf 109,00 Dollar anzog.
Bildquellen: Julian Mezger