von Jörg Bernhard
In dieser Woche brach der Silberpreis die obere Begrenzung seines seit Sommer zu beobachtenden Abwärtstrends. Für ein Trendwechselsignal scheint es aber noch etwas verfrüht zu sein, zumal im Bereich von 32 bis 35 US-Dollar mehrere Widerstandszonen verlaufen. Beim Blick nach unten gilt es ein Unterschreiten der Marke von 26 Dollar zu verhindern. Im September und Ende Dezember drehte das Edelmetall hier stets wieder nach oben. Im Vergleich zu Gold belastet allerdings ein Umstand die charttechnische Stimmung: Aktuell notiert Silber nämlich weit unter seiner 200-Tage-Linie, die zudem eine leichte Abwärtstendenz auf weist. Grundsätzlich dürfte die Wahrscheinlichkeit für eine Fortsetzung der Bodenbildung größer sein als die Chance auf einen Trendwechsel nach oben.
Am Freitagnachmittag präsentierte sich der Silberpreis mit nachgebenden Notierungen. Bis gegen 15.00 Uhr (MEZ) ermäßigte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Silber (März) um 2,20 auf 1.652,30 Dollar pro Feinunze.
Rohöl: Geschwächt ins Wochenende
Robuste Daten zur US-Wirtschaft lassen den Ölpreis auf relativ hohem Niveau verharren. Die am Donnerstag gemeldeten Neuanträge auf Arbeitslosenhilfe stellten das niedrigste Niveau seit vier Jahren dar. Vor dem Wochenende dürften sich die Marktakteure sehr stark für die Dezemberverkäufe bestehender US-Eigenheime interessieren. Laut einer Bloomberg-Umfrage unter Analysten rechnen die Befragten mit einem Anstieg von 4,42 auf 4,65 Millionen Einheiten. Der US-Immobilienmarkt zeigte in den vergangenen Wochen starke Erholungstendenzen und trägt damit mit zur wachsenden Zuversicht in der US-Wirtschaft bei.
Am Freitagnachmittag präsentierte sich der Ölpreis mit schwächeren Notierungen. Bis gegen 15.00 Uhr (MEZ) ermäßigte sich der nächstfällige WTI-Kontrakt (Februar) um 0,65 auf 99,74 Dollar, während sein Pendant auf Brent (März) um 0,22 auf 111,33 Dollar zurückfiel.
Bildquellen: Pro Aurum