von Jörg Bernhard
An den ersten drei Handelstagen des neuen Jahres schwankte das mit großem Abstand günstigste Edelmetall stets in einer Tagesrange von mehr als einem Dollar. Weil mehr als die Hälfte des Silberangebots in der Industrie landet, schlugen sich die Sorgen um die Weltkonjunktur in einer erhöhten Volatilität nieder. Die historische 20-Tage-Volatilität von Silber übertrifft mit 31,2 Prozent die vergleichbare Risikokennzahl von Gold um den Faktor 2,4. Viel fehlt nicht mehr, um ein neues Sechsmonatshoch zu markieren. In den kommenden Tagen stehen in China und Europa wichtige Konjunkturdaten zur Bekanntgabe an. Fallen sie positiver als erwartet aus, könnte der Silberpreis seinen Boden weiter hinter sich lassen.
Am Dienstagvormittag präsentierte sich der Silberpreis mit stabilen Notierungen. Bis gegen 8.00 Uhr (MEZ) verteuerte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Silber (März) um 0,021 auf 31,075 Dollar pro Feinunze.
Rohöl: Wichtige Konjunkturdaten aus Europa
Am Vormittag stehen wichtige Konjunkturdaten aus Deutschland und Europa zur Bekanntgabe an. Dabei dürfte sich das Interesse der Investoren vor allem auf die deutsche Handelsbilanz und den Auftragseingang der Industrie sowie die europäischen Einzelhandelsumsätze und Arbeitslosenzahlen fokussieren. In den USA hat der Konjunkturkalender hingegen relativ wenig zu bieten. Lediglich der für den Abend erwartete Wochenbericht des American Petroleum Institute könnte noch Impulse liefern. In den vergangenen Wochen ging es in den USA mit den gelagerten Ölmengen deutlich bergab, was dem Ölpreis auf die Beine half.
Am Dienstagvormittag präsentierte sich der Ölpreis mit relativ stabilen Notierungen. Bis gegen 8.00 Uhr (MEZ) ermäßigte sich der nächstfällige WTI-Kontrakt um 0,11 auf 93,08 Dollar, während sein Pendant auf Brent um 0,19 auf 111,21 Dollar zurückfiel.
Bildquellen: Julian Mezger